Westfalen – Ausbau des Angebots für alternative Energien und Shopkonzepte

Foto: Westfalen AG/Joshua A. Hoffmann

Die „Westfalen AG“ treibt die Weiterentwicklung ihres Tankstellennetzes zu integrierten Mobility Hubs voran. Im Fokus stehen dabei leistungsfähige Ladeinfrastruktur für den Schwerlastverkehr, alternative Kraftstoffe, neue Shopformate und ein technologieoffener Blick auf Wasserstoff.

Mit dem im Juli eröffneten Lkw-Ladestandort in Steinfurt hat „Westfalen“ einen ersten wichtigen Schritt beim Aufbau eigener Ladeinfrastruktur für den Schwerlastverkehr gemacht. An der Bundesstraße 54 stehen dort zwei Schnellladepunkte für Lkw sowie vier Ladepunkte für Pkw zur Verfügung. Alle Ladepunkte bieten eine Leistung von bis zu 400 kW. Weitere Standorte für das Laden von Elektro-Lkw befinden sich nach Unternehmensangaben bereits in Planung.

Sandra Schütte
Foto: Westfalen AG

„Im Pkw-Bereich hat sich Elektromobilität bereits etabliert, während der Technologiewandel im Schwerlastverkehr noch am Anfang steht, doch das ändert sich gerade. Der technische Fortschritt hat mehr Tempo aufgenommen, die Zulassungszahlen bei elektrischen Lkw sind gestiegen und auch die Batterie-Kapazitäten und Reichweiten haben sich in den vergangenen Jahren stark verbessert. Eine positive Entwicklung, die wir nun mit einem leistungsfähigen Ladeangebot aktiv unterstützen.“ – Sandra Schütte, Mobility-Leiterin bei der „Westfalen AG“

HVO-Roll-out soll fortgesetzt werden

Auch beim alternativen Dieselkraftstoff HVO will „Westfalen“ das Angebot ausbauen. Derzeit führen rund 30 der insgesamt etwa 250 „Westfalen“-Stationen HVO. Im Jahr 2026 sollen nach Unternehmensplänen weitere 15 bis 20 Standorte hinzukommen.

Neben HVO setzt das Unternehmen auch auf Bio-LNG und Bio-CNG. In diesem Bereich arbeitet „Westfalen“ mit „Remondis“ zusammen. Damit will der Energieversorger insbesondere für gewerbliche Kunden und Flotten zusätzliche Optionen für eine schrittweise Emissionsminderung anbieten.

Wasserstoff bleibt langfristige Option

Ungeachtet der Schließung der eigenen Wasserstofftankstelle hält „Westfalen“ grundsätzlich an Wasserstoff als möglichem Energieträger fest. Künftig soll RWE den Standort in Lingen betreiben. Das Unternehmen rechnet allerdings erst nach 2030 mit einer stärkeren Marktdynamik.

„Westfalen“ sieht Wasserstoff weiterhin als Option, etwa wenn Unternehmen oder Flotten in der jeweiligen Region gezielt auf diese Antriebstechnologie setzen. Das Potenzial des Energieträgers für die Energiewende werde weiterhin hoch eingeschätzt.

„Alvore“-Konzept im Roll-out

Parallel zum Ausbau des Energieangebots entwickelt „Westfalen“ auch sein Shop- und Servicegeschäft weiter. Das „Alvore“-Konzept, mit dem Stationen zu modernen Mobility Hubs ausgebaut werden, soll nach den bisherigen Erfahrungen weiter ausgerollt werden. Die längeren Aufenthaltszeiten beim Laden schaffen aus Sicht des Unternehmens zusätzliche Potenziale für Gastronomie, Convenience-Angebote und weitere Services.

Das „Alvore“-Konzept umfasst neben modernisierten Tankstellenshops auch digitale und unbemannte Shopformate. „Westfalen“ hatte das Konzept zunächst pilotiert und anschließend unter anderem mit einem öffentlich zugänglichen Smart Shop in Ahaus weitergeführt.

www.westfalen.com

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