
Foto: Westfalen AG/Joshua A. Hoffmann
Der Energieversorger „Westfalen“ hat in Steinfurt seinen ersten Ladestandort für elektrisch angetriebene Lastwagen eröffnet. Die Anlage an der Bundesstraße 54 verfügt über zwei Ladepunkte für Lkw und vier für Pkw. Jeder Ladepunkt bietet eine Leistung von bis zu 400 Kilowatt. In den Standort investierte das Unternehmen rund eine Million Euro.
An der Eröffnung nahm auch Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsministerin Mona Neubaur teil.
„Diesel raus, Strom rein: In Steinfurt zeigt sich, wie die Logistik von morgen tankt. E-Lkw sind für immer mehr Spediteure in Nordrhein-Westfalen längst keine Zukunftsmusik mehr, sondern gelebte Praxis. Damit das so bleibt, braucht es genau solche Ladestandorte als klares Signal an die Branche: Elektrisch fahren lohnt sich“, sagte Neubaur.
Standort an wichtiger Verkehrsachse
Die Station liegt unmittelbar an der ausgebauten Bundesstraße 54, die Münster mit den Niederlanden verbindet. Damit richtet sich das Angebot insbesondere an den regionalen und grenzüberschreitenden Schwerlastverkehr. Ergänzt wird die Ladeinfrastruktur durch ein Bistro und einen Shop, die Fahrern während des Ladevorgangs zur Verfügung stehen.
„Der neue Ladestandort ist ein Symbol für unsere Transformation, die wir vor Jahren gestartet haben, um unser Unternehmen Schritt für Schritt zu dekarbonisieren und aktiv zur Mobilitätswende beizutragen“, erklärte Finanzvorstand Jesko von Stechow.
Das Unternehmen wolle sein Energie- und Mobilitätsgeschäft weiter ausbauen und dafür zusätzliche Infrastruktur schaffen.
Weitere Lkw-Ladeprojekte geplant
Das Schnellladenetz von „Westfalen“ umfasst derzeit mehr als 120 Ladepunkte für Pkw. Bis Ende 2026 soll deren Zahl auf über 150 steigen. Insgesamt betreibt das Unternehmen rund 260 Tankstellen, überwiegend in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.
Nach Angaben von Sandra Schütte, Leiterin Mobility bei „Westfalen“, gewinnt der Technologiewandel inzwischen auch im Schwerlastverkehr an Dynamik. Gestiegene Zulassungszahlen sowie Fortschritte bei Batteriekapazitäten und Reichweiten erhöhten den Bedarf an leistungsfähiger Ladeinfrastruktur. Weitere Projekte für unterschiedliche Fahrzeugklassen befänden sich in Nordrhein-Westfalen bereits in konkreter Planung.

Foto: Westfalen AG/Joshua A. Hoffmann

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