Agravis – Bio-CNG-Tankstelle für Lkw in Münster in Betrieb

Sie nahmen den Bio-CNG-Tankpunkt für Lkw an der Raiffeisen-Tankstelle in Münster offiziell in Betrieb: Dr. Marco Trienes (Wirtschaftsförderung Münster), Thomas Erkert, Johannes Joslowski, Frederik Volbracht (alle „Agravis“), Christian Messing („Spedition Messing“), Dr. Christina Willerding (Wirtschaftsförderung Münster), Tobias Reining („Raiffeisen Gas“), Dr. Jürgen Grüner (Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld), Jan Heinecke („Agravis“) und Sascha Hähnke („Remondis“).
Foto: „Agravis Raiffeisen AG“

Die „Agravis Raiffeisen AG“ hat an ihrer „Raiffeisen“-Tankstelle am Industrieweg in Münster einen Bio-CNG-Tankpunkt speziell für Lkw und Nutzfahrzeuge in Betrieb genommen. Es ist der erste derartige Tankpunkt für schwere Nutzfahrzeuge in Münster. Anlass war eine gemeinsame Informationsveranstaltung der Wirtschaftsförderungen Stadt Münster (WFM) und Kreis Coesfeld sowie der „Agravis“ unter dem Titel „Zukunft tanken: Bio-CNG und Bio-LNG im regionalen Güterverkehr“.

Logistikunternehmen, Fachverbände und Hochschulen tauschten sich bei der Veranstaltung über den praktischen Einsatz alternativer Kraftstoffe aus. Sascha Hähnke, Geschäftsführer der „Remondis Sustainable Services GmbH“, berichtete aus der Praxis: „Alternative Antriebe sind alternativlos.“ Sein Unternehmen setzt im Münsterland seit Jahren aus Bioabfällen produziertes Biogas zur Fahrzeugbetankung ein. Hähnke ermutigte kleinere und mittelständische Unternehmen, sich ebenfalls an den Umstieg heranzuwagen. Christian Messing von der „Spedition Messing“ aus Coesfeld, die Bio-CNG ebenfalls in ihrem Antriebsmix einsetzt, zog ein positives wirtschaftliches Fazit: „Gasfahrzeuge machen in der Kostenbetrachtung aktuell richtig Spaß.“

Reichweite und Kosten

Die Reichweite eines Bio-CNG-Lkw im Fernverkehr liegt laut „Agravis“ bei 400 bis 600 Kilometern. Die Kraftstoffkosten fallen gegenüber konventionellem Diesel deutlich niedriger aus – ein Umstand, der durch den aktuellen Preisanstieg beim Diesel infolge des Irankrieges noch verstärkt wird. Da CNG = Compressed Natural Gas) und LNG (= Liquefied Natural Gas) heute nicht mehr aus fossilem Erdgas, sondern aus Biomethan gewonnen werden, seien kriegsbedingte Preissteigerungen hier nicht zu erwarten.

Technik der neuen Anlage

Die Anlage besteht aus einem Verdichter, der bis zu 190 Kubikmeter Biomethan entnehmen und zu CNG verdichten kann, sowie zwei Speichereinheiten mit jeweils rund 4.500 Kilogramm Volumen. Eine Hochleistungssäule mit zwei NGV2-Tankstutzen ermöglicht das gleichzeitige Betanken von zwei Lkw; bis zu sechs Tankvorgänge pro Stunde sind möglich. Das Biomethan stammt bilanziell aus der „Agravis“-Biomethananlage in Dorsten, wo überwiegend Wirtschaftsdünger aus der Landwirtschaft als Substrat eingesetzt wird.

Thomas Erkert, Geschäftsführer der „Agravis Raiffeisen Tankstellen GmbH“ im Interview über den Preisvorteil zum Diesel: „Bio-CNG bietet spürbare Entlastung pro Kilometer.“ Den gesamten Beitrag lesen Sie hier.

www.agravis.de

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