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Nachtschicht statt Chefbüro: Daniel und Roxanne Ruscheinsky, Mitglieder der Geschäftsleitung der Regensburger „24-Autohofgruppe“, haben für die „RTL“-Fernsehsendung „Undercover Boss“ fünf Tage lang unerkannt an mehreren Standorten gearbeitet. 1,4 Millionen Zuschauer verfolgten die Ausstrahlung am 13. Juli, nun zieht die Betreiber-Familie eine Bilanz.
Die Geschwister übernahmen Aufgaben in der Nachtschicht, im Service, in der Reinigung, im Hausmeisterdienst sowie bei „Subway“. Nach Angaben des Unternehmens wollten sie den Arbeitsalltag der Mitarbeiter kennenlernen und Verbesserungspotenziale erkennen.
„Wir erhalten als Geschäftsleitung viele Kennzahlen, Berichte und Auswertungen. Aber keine Statistik kann vermitteln, wie es sich anfühlt, eine komplette Nachtschicht zu arbeiten, hunderte Gäste zu bedienen oder unter Zeitdruck an der Kasse zu stehen“, sagte Daniel Ruscheinsky.
Belastende Arbeitsabläufe
Zu den anspruchsvollsten Aufgaben gehörten die Reinigung der Sanitäranlagen am Standort Lutterberg an der A7 und die Zubereitung von Sandwiches am Autohof Mühldorf am Inn. Dort werden nach Unternehmensangaben an Spitzentagen bis zu 400 Sandwiches verkauft. Roxanne Ruscheinsky arbeitete zudem eine Nachtschicht am Standort Bad Rappenau.

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Die Dreharbeiten hätten auch gezeigt, wie sich die Anforderungen an Autohöfe verändern, teilte das Unternehmen mit. Neben klassischen Kraftstoffen gehören inzwischen alternative Energieträger und Schnellladeangebote zur Infrastruktur. Die „24-Autohofgruppe“ betreibt nach eigenen Angaben mehr als 400 Hochleistungsladepunkte. An einzelnen Standorten stehen bis zu 50 Ladepunkte verschiedener Anbieter zur Verfügung.
Hinweise für den weiteren Betrieb
Nach der Ausstrahlung zog die Geschäftsleitung ein positives Fazit. Entscheidend sei weniger die Reichweite der Sendung als die Frage, welche Hinweise der Mitarbeiter künftig umgesetzt werden könnten. Das Unternehmen betreibt bundesweit Autohöfe und zählt nach eigenen Angaben jährlich bis zu 15 Millionen Reisende.
Zudem verwies die Gruppe auf Preisunterschiede zwischen Autobahnrastanlagen und Autohöfen. Nach einer Auswertung des „ADAC“ vom 7. Juli 2026 lagen die Kraftstoffpreise an Rastanlagen im Durchschnitt rund 33 Cent je Liter höher als an Tankstellen neben der Autobahn.

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