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Die Tabaksteuereinnahmen sind in den ersten neun Monaten 2026 nach Angaben des „Bundesverbands der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse“ (BVTE) deutlich zurückgegangen. Der Verband hält deshalb die erwarteten Mehreinnahmen aus der nächsten Steuererhöhung für unsicher.
Von Januar bis September 2026 nahm der Bund nach einer Auswertung des BVTE 11,296 Milliarden Euro Tabaksteuer ein. Das waren 1,2 Milliarden Euro beziehungsweise 9,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Verband beruft sich dabei auf Zahlen aus dem Oktober-Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums.
Ab 2027 soll die Tabaksteuer in mehreren Stufen steigen. Für das erste Jahr kalkuliert die Bundesregierung mit rund 1,5 Milliarden Euro zusätzlichen Einnahmen; bis 2030 werden insgesamt rund 11,7 Milliarden Euro erwartet. Der BVTE bezweifelt, dass diese Beträge erreicht werden. Nach Angaben des Verbands setzt der Arbeitskreis Steuerschätzungen die Tabaksteuereinnahmen für 2026 inzwischen mit 16,34 Milliarden Euro an – 550 Millionen Euro weniger als bei seiner Schätzung im Mai. Aus dem bisherigen Einnahmerückgang allein lässt sich allerdings nicht ableiten, wie sich die nächste Steuererhöhung auf das Aufkommen auswirken wird.
Neue Sätze greifen ab 1. Januar 2027
Für Tankstellen mit Tabakverkauf ist vor allem der Zeitplan relevant: Nach einer Unstimmigkeit beim Inkrafttreten des Änderungsgesetzes hat der Zoll klargestellt, dass die bisherigen Steuersätze bis einschließlich 31. Dezember 2026 gelten. Die neuen Sätze greifen für Zigaretten, Feinschnitt, erhitzten Tabak und Substitute ab dem 1. Januar 2027; für Zigarren, Zigarillos sowie Pfeifen- und Wasserpfeifentabak ab dem 1. März 2027.


