
Dieser Beitrag „Innovationen im Burger-Segment“ erschien in der März-Ausgabe des „tankstelle“-Magazins am 15. Februar 2026.
Der Burger ist in vielen Tankstellenbistros ein fester Bestandteil – doch er steht im Wandel der Zeit. Ein Werksbesuch beim Foodservice-Spezialisten „Salomon FoodWorld“ zeigt, wie Trends den Markt bestimmen und wie diese einfach, aber effizient umgesetzt werden können
Steigende Preise im Handel, ein knappes Budget der Gäste und sich wandelnde Trends – die Erwartungshaltung hat sich verändert: Außer Haus essen soll zum Erlebnis werden. Die kreative Inszenierung und das „Im-Kopf-bleiben“ spielen eine immer größere Rolle, Neuheiten und Innovationen gewinnen an Bedeutung. Sich nah am Kunden orientieren, ihn und seine Bedürfnisse in den Fokus rücken. Dies gilt auch für Tankstellen, denn diese seien heute „echte Snack-Spots“, so Jochen Kramer, Mitglied der Geschäftsführung bei „Salomon FoodWorld“. Er betont: „Unsere Aufgabe ist es, mit Betreibern gemeinsam die Gäste zu begeistern. Dafür braucht man einfach richtig gute Produkte, die auch mit dem entsprechenden Equipment und Personal funktionieren.“
„Wow“ bei weniger Budget
Vermarktung und Inszenierung von Produkten sind ausschlaggebende Faktoren. Der Entwicklungs- sowie Lebenszyklus eines Trends ist heute viel kürzer als noch vor zehn Jahren. Um auf dem Markt mithalten zu können, müssen Trends frühzeitig erkannt und rasch umgesetzt werden. „Salomon“ nutzt hierfür Marktforschungsdaten, beobachtet Trends in den Fachmedien und führt ein Team, das offen und interessiert an Neuem ist.

Foto: Tabea Schmelz
„Salomon FoodWorld” ist erfahrener Anbieter im Foodservice-Segment mit europaweiter Präsenz. Mit Sitz in Großostheim bei Aschaffenburg und drei Produktionsstandorten deutschlandweit entwickelt, produziert und vertreibt das Unternehmen tiefgekühlte Lebensmittel sowie Convenience-Produkte für die (System-)Gastronomie und den Großhandel. Das vielfältige Portfolio verfügt über 180 Produkte mit Fokus auf Burger, Wraps, Fingerfood und Schnitzel sowie einer wachsenden Palette an vegetarischen und veganen Artikeln.
Wie Trends fallen und steigen
In den Jahren 2022 bis 2025 verlor der Beef-Burger im Durchschnitt, der Chicken-Burger hingegen sei klarer Umsatztreiber gewesen – besonders als Proteinquelle. Der „Crunchy Chik’n® Burger“ gehöre bei „Salomon“ zu den absoluten Topsellern in Tankstellen. Er sei knusprig, saftig, vielseitig einsetzbar und zu 100 Prozent gegart. Das sorge für maximale Produktsicherheit.
Veggie- und vegane Produkte seien auf dem Gesamtmarkt mit rund 48 Prozent deutlich angestiegen. „Vegane Burger müssen kein Ersatz sein, sondern einfach richtig gut schmecken“, betont Kramer. Die Botschaft lautet „Keep it simple“. Ein veganer Burger funktioniere auch mit der Rezeptur einer klassischen Variante – einfach das Patty ersetzen. Das spare Zeit, reduziere die Komplexität und vervielfältige das Angebot.
Umsatztreiber statt Dekoration

Foto: „Salomon FoodWorld GmbH“
Der Burger ist fest etabliert, doch die Differenzierung entsteht neu, denn hohe Preise müssen gut begründet und besser bespielt werden. Ziel ist es, Mehrwerte zu schaffen und sie dem Kunden förmlich „schmackhaft“ zu machen. Gäste suchen nach einem Erlebnis, einem „Wow-Effekt“ – die kreative Inszenierung und das „Im-Kopf-bleiben“ spielen eine erhebliche Rolle. Was vor allem heute gut ankäme, sei die Macht der Worte. Produktbezeichnungen seien nämlich nicht nur Dekoration, sondern echte Umsatztreiber. Kreative Produktnamen, die Charakter verleihen und sich einprägen. Der „Smart-Burger“ von „Salomon“ folge dem Trend des bewussten und nachhaltigen Konsums und sei zugleich die „clevere Lösung für Gast, Küche und Umwelt“ – 35 Prozent weniger Fett, 50 Prozent weniger Garverlust und ein kleinerer CO₂-Fußabdruck.
Was neben frechen Burger-Namen außerdem wirke, sei extremer Genuss. Unkonventionelle Toppings und besondere Zutaten würden Gäste begeistern. Zudem helfe es, mit frischen Zutaten und hochwertigen Buns gezielt optische Akzente zu setzen. „Burger bleiben damit ein echtes Zugpferd für Tankstellen“, unterstreicht Kramer, Mitglied der Geschäftsführung.
Macht der Worte Macht der Worte – Tipps für den Verkauf
- Zutaten „sprechen“ und Geschichten erzählen lassen
- Dem Burger einen Charakter verleihen
- Kreative Namen, die auf sich aufmerksam machen
- Wortspiele und Anspielungen im Namen
- Rezepturen bildhaft darstellen
- Frech, verrückt und mutig in der Benennung sein
Text: Tabea Schmelz


