Shop & Convenience – Alkoholfreie Getränke: Neue Sorten für den Sommer

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Ob Wasser, Eistee oder trendige Limonaden – alkoholfreie Getränke verzeichnen steigende Umsätze und sind aus dem Kühlregal in Tankstellen nicht mehr weg zudenken. Kalorienarm, zuckerfrei oder funktional darf keinesfalls fehlen. Dieser Beitrag „Prozentfreier Genuss“ ist in der April-Ausgabe des „tankstelle“-Magazins am 16. März 2026 erschienen.

Der Markt für alkoholfreie Getränke ist klar auf Wachstumskurs: Bei Tankstellen stieg der Umsatz um 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (Circana: Tankstellen Total, Umsatz, 2025 vs VJ). „Alkoholfreie Getränke behaupten sich nach Tabakwaren als umsatzstärkste Kategorie im Tankstellen-Shop“, so Tom Kretzschmar, Leiter Brandmanagement bei „Gerolsteiner Brunnen“. Laut Kretzschmar verzeichneten Wasser und aromatisierte Wässer im Vertriebskanal Tankstelle 2025 ein Umsatzplus von 4,4 Prozent beziehungsweise 8,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Kühle Erfrischungen ohne Prozente erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und besonders kalorienfreie Durstlöscher sind laut dem Leiter des Brandmanagements gefragt. Florian Weins, Geschäftsführer bei „Fritz-Kola“, teilt eine ähnliche Ansicht wie Kretzschmar. Unter Berufung auf eine Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), bestätigt er: „Besonders junge Menschen verzichten immer häufiger auf Alkohol. Wir begrüßen das.“

„Zero“ ist voll im Trend

Viele Konsumenten möchten auf ihre Gesundheit achten und suchen deshalb nach einem bewussten Genuss. Der Trend liegt deshalb klar bei kalorien- und zuckerarmen Alternativen wie Limonaden, Schorlen und anderen funktionalen Getränken. Das Sortiment der Getränkehersteller spiegelt dies wider: Die „Zero“-Sorten von „Alwa“ kommen ohne Zucker und mit wenig Kalorien aus. Sie sind in den Geschmacksrichtungen „Orange“, „Lemon“, „Grapefruit“ und „Blutorange“ erhältlich. „Unsere im Jahr 2025 gelaunchte Zero-Range der Marke „Sanpellegrino“ hat sich in kürzester Zeit erfolgreich im Handel etabliert und zusätzliche Volumina in den Regalen generiert“, betont Lili Petersen, Head of Marketing & Commercial Development bei „Nestlé Waters“. Petersen, verantwortlich für die Marke „Sanpellegrino“, erklärt: „Über 40 Prozent des Volumens stammen von On-Top-Käufen innerhalb der Limonadenkategorie.“ Neben dem Limonaden-Portfolio hat der Hersteller auch seine „Zero“-Range der Marke „Sanpellegrino“ um die Neuheiten „Zero Added Sugar Kirsche & Zitrone“ und „Zero Added Sugar Orange“ ergänzt. Petersen betont, die neuen Erfrischungen sollen die steigende Nachfrage nach zuckerreduzierten Getränken bedienen.

Getränkehersteller folgen dem Trend nach alkoholfreien „Zero“-Erfrischungen, um den Konsumenten stets eine Alternative bieten zu können. Eine
„Zero“-Variante darf im Portfolio also nicht fehlen. So handhabt es auch der Hersteller „Fritz-Kola“ – das jüngste Familienmitglied unter den alkoholfreien Getränken des Herstellers ist die „Mischmasch Super Zero“.

Die Funktionalität des Getränks

Marvin Mettelsiefen, Bereichsleiter Marketing & Vertrieb bei „Valensina“, weiß: „Insbesondere funktionale Getränke und zuckerfreie Konzepte legten deutlich zu – ebenso Getränke mit aktivierendem Zusatznutzen.“

Dies hat auch der Getränkehersteller „Gerolsteiner“ erkannt und im November 2025 die neue ballaststoffreiche Erfrischung unter dem Namen „Flow“ gelauncht. Das Getränk ist mit Kalzium versetzt und soll die Verdauungsfunktion unterstützen. Laut Kretzschmar, Leiter Brandmanagement bei „Gerolsteiner Brunnen“, soll eine 500-Milliliter-Flasche neun Gramm lösliche Ballaststoffe liefern und somit bereits knapp 30 Prozent des Tagesbedarfs abdecken. Das Produkt auf Basis des „Gerolsteiner“-Mineralwassers ist in den drei Geschmacksrichtungen „Limette & Ingwer“, „Orange & Mandarine“ und „Pfirsich & Granatapfel“ erhältlich. Das Erfrischungsgetränk ist kalorien- und zuckerarm und enthält weder Süßstoffe noch andere künstliche Zusätze.

Ein bewusster Konsum und Alltagstauglichkeit stehen laut Marvin Mettelsiefen, Bereichsleiter Marketing & Vertrieb bei „Valensina“, im Fokus. „Gefragt sind Produkte mit klarer Funktion, moderner Geschmackswelt und auch Formate für den Unterwegsverzehr“, so der Bereichsleiter bei „Valensina“. Um diesen Bedürfnissen gerecht zu werden, brachte „Valensina“ im Februar 2026 ihre ersten Elektrolytgetränke auf den Markt. Die Erfrischungen der „Spor+“-Reihe sind kalorien- sowie zuckerfrei, leicht karbonisiert und in den Sorten „Fokus Apfel-Minze“, „Muskel Exotik“ und „Power Pink Grapefruit“ erhältlich. Letztere sei zudem mit Koffein versetzt und soll somit gezielt Autofahrer an sprechen. Elektrolytgetränke bieten den wesentlichen Vorteil, den Flüssigkeits- und Mineralstoffhaushalt des Körpers schnell wieder auszugleichen – besonders nach starkem Verlust, beispielsweise durch übermäßiges Schwitzen beim Sport. Die Erfrischungen eignen sich also optimal für Sportler auf dem Heim weg. Die „Spor+“ Getränke tragen das Gesicht des deutschen Fußballspielers Joshua Kimmich – besonders für Fußballfans dürfte das Elektrolytgetränk also interessant sein.

Starkes Image durch Prominente

Marvin Mettelsiefen betont: „Mit Joshua Kimmich positionieren wir uns mit ‚Valensina Spor+‘ als funktionalen Begleiter für einen aktiven Alltag, auch jenseits des Sports.“ Seine Bekanntheit im Sportumfeld schaffe in Tankstellen eine zusätzliche Relevanz im To-go-Umsatz. Die Kooperation mit bekannten Sportlern – wie im Falle von „Valensina“ – stärkt einerseits das Markenimage und erhöht andererseits die Reichweite und Sichtbarkeit solcher Produkte. Ergänzend sorgt eine solche Zusammenarbeit für mehr Glaubwürdigkeit und Vertrauen auf Seiten von Konsumenten.

Neue Verpackungen

Einige alkoholfreie Getränke sind ab sofort auch in neuen Verpackungen und Formaten erhältlich. Seit Mitte Januar führt „Gerolsteiner“ eine neue 1-Liter-PET-Mehrwegflasche in den Handel ein. Das neue Gebinde hat einen Anteil von 50 Prozent aus Recycling-PET. Zudem birgt die neue Verpackung weitere Vorteile: „Sie ist robuster und stabiler als ihre Vorgängerin und kann dadurch bis zu 25 mal wiederbefüllt werden“, betont Tom Kretzschmar, Leiter Brandmanagement bei „Gerolsteiner Brunnen“. Außerdem erklärt er: „Die traditionsreiche 1-Liter-PET-Mehrwegflasche ist eines unserer absatzstärksten Gebinde und auch im Vertriebskanal Tankstelle gefragt.“ Auch bei „Fritz-Kola“ wurden teilweise neue Verpackungen eingeführt – einige Getränke des Herstellers sind nun auch im Dosen-Format erhältlich. So zum Beispiel die Erfrischungen „Original“, „Super-Zero“ und „Mischmasch“. „An Tankstellen kann die Dose eine Relevanz entwickeln, da es gerade unterwegs dazu kommen kann, dass leere Glasflaschen im Müll landen und so nicht zurückgeführt und wiederbefüllt werden können“, betont Florian Weins, Geschäftsführer bei „Fritz-Kola“. Laut Weins werden Dosen hingegen sehr konsequent zurückgegeben und können so effektiv recycelt werden. Das neue Gebinde soll einen ergänzenden Baustein in der Strategie für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft darstellen.

Tipps für den Abverkauf

Laut Florian Weins von „Fritz-Kola“ sei es besonders hilfreich, alkoholfreie Getränke in Blick- und Griffhöhe zu platzieren – vor allem gekühlt. „Eine weitere Platzierung in Kassennähe kann dazu beitragen, Impulskäufe zu fördern“, erklärt der Geschäftsführer von „Fritz-Kola“. Dies bestätigt auch Denise Kaufmann, geschäftsführende Gesellschafterin bei „Alwa Mineralbrunnen“. „Entscheidend ist, impulsstarke Produkte wie „Zero“-Varianten im Kühlregal auf Augenhöhe und in der Griffzone zu platzieren“, betont Kaufmann. Zudem sagt sie: „Tankstellenbetreiber können den Verkauf alkoholfreier Getränke durch eine bessere Sichtbarkeit, eine klare Sortimentsstruktur und eine aktive Inszenierung deutlich steigern.“ Ein klar gegliedertes Sortiment nach Bedürfnissen helfe dem Kunden bei der schnellen Orientierung und fokussiere auf die Artikel, die für den Unterwegs-Konsum wirklich relevant seien. Gezielte Aktionen wie Kombiangebote (Getränk und Snack) und saisonale Werbeaktionen würden den Verkauf laut Kaufmann ergänzend unterstützen. Lili Petersen von „Nestlé Waters“ zufolge steigern solche Kombiangebote die Sichtbarkeit und den Abverkauf gleichermaßen und aktivieren gezielt Impulskäufe im Convenience-Umfeld. Sie betont: „Zusätzliche Absatzimpulse entstehen durch konsequente Zweitplatzierungen, Regal-Schienen und aufmerksamkeitsstarke Regalwobbler.“

Text: Tabea Schmelz

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