
Nach einem erfolgreichen Einsatz in 50 Filialen, führt das Unternehmen „Tchibo“ ab sofort in allen 120 Kaffeebars österreichweit das Mehrwegsystem von „Recup“ ein. Die müllfreie Alternative soll im Coffee-to-go-Geschäft zum Standard werden und Einwegverpackungen ersetzen – diese soll es nur noch auf Nachfrage geben. Die Kaffeehauskette ist in Österreich die erste, die mit „Recup“ ein externes Mehrwegsystem flächendeckend anbietet.
Positive Bilanz beim Testlauf
Im vergangenen Jahr zeigte der Testlauf, dass Mehrwegverpackungen durchaus im Alltag funktionieren können. Es wurde eine hohe Akzeptanz bei Gästen, eine reibungslose Integration in die Abläufe sowie eine messbare Abfallreduktion verzeichnet. Auf Basis dieser positiven Resonanz folgt „Tchibo“ nun dem „Recup first“-Prinzip, indem Einwegbecher zwar weiterhin angeboten werden, jedoch nur noch bei aktiver Nachfrage.
In Österreich fallen laut dem Umweltbundesamt täglich rund 2,5 Millionen Einwegbecher an. Hier setzt das Mehrwegsystem von „Recup“ an: Es soll filial- und partnerübergreifend funktionieren. Die Becher könnten bis zu 1.000 Mal gespült sowie bei allen teilnehmenden Betrieben zurückgegeben werden.
Standardisierung von Mehrweg im Außer-Haus-Markt
„Mehrweg funktioniert nur dann, wenn es für Betriebe einfach, wirtschaftlich sinnvoll und für Gäste selbstverständlich ist. Genau das zeigen Partnerschaften wie die mit Tchibo“, erklärt Onno Cubasch, Country Lead Österreich bei „Recup“. „Wenn große Player vorangehen, wird Mehrweg massentauglich und erst dann entfaltet es seine ökologische Wirkung.“
Die kommende Mehrwegangebotspflicht verpflichte Betriebe dazu, ihren Gästen Mehrwegalternativen anzubieten. Neben diesem Hintergrund würden auch die Zahlen das Marktpotenzial aufzeigen: Über 80 Prozent der Österreicher zwischen 30 und 39 Jahren trinke regelmäßig Coffee-to-go („Tchibo“ Kaffee-Fakten 2025). „Tchibo“ nehme mit dem österreichischen Rollout bewusst eine Vorreiterrolle ein, um zu signalisieren, dass Mehrweg nicht nur nachhaltig sei, sondern auch operativ funktioniere und von der Kundschaft angenommen werde, so das Unternehmen „Recup“.


