
Das Marktforschungsinstitut „Ipsos“ hat im Auftrag von „Philip Morris International“ eine bundesweite Studie durchgeführt. Es zeigte sich: Trotz de-facto Verbot sind tabakfreie Nikotinbeutel in Deutschland weit verbreitet. Von Juli bis August 2025 wurden 1.256 Verkaufsstellen in 24 Städten untersucht. Das Ergebnis: In 15,8 Prozent der kleinen unabhängigen Geschäfte und Tabakfachgeschäfte werden die Produkte angeboten.
Die Folgen fehlender Regulierung
Ein Drittel der forensisch untersuchten Produkte sind Fälschungen – das entspricht jeder siebten Packung in der Gesamtstichprobe. Diese gefälschten Produkte unterliegen keinerlei Qualitätskontrollen und werden für über neun Euro verkauft – um einiges teurer wie in Österreich, wo sie legal für etwa sechs Euro erhältlich sind.
Laut Bundesinstitut für Risikobewertung konsumierten 2022 bereits zwei Prozent der Bevölkerung Nikotinbeutel regelmäßig, 14 Prozent haben sie probiert – das entspricht über 1,5 Millionen regelmäßigen Konsumenten. Die Zahlen dürften mittlerweile gestiegen sein.
„Die Studie belegt eindrucksvoll, dass bereits ein etablierter Markt für tabakfreie Nikotinbeutel existiert – Tendenz steigend! Das aktuelle Verbot fördert illegale Strukturen und den Handel mit Produktfälschungen. Wir brauchen eine Regulierung, die Verbraucherschutz, Jugendschutz und Steuergerechtigkeit sicherstellt – und zwar jetzt“, betont Tammo Körner, Senior Manager Fiscal Affairs & Illicit Trade Prevention, „Philip Morris GmbH“.
Neben „Philip Morris“ fordern auch weitere Branchenvertreter sowie die Zollgewerkschaft eine klare Regulierung im Tabakrecht. Nur so könne der Schwarzmarkt eingedämmt, die organisierte Kriminalität bekämpft und effektiver Jugend- und Verbraucherschutz gewährleistet werden. Eine angemessene Besteuerung würde zudem zusätzliche Steuereinnahmen generieren. Die aktuelle Situation spiele der organisierten Kriminalität in die Hände, die mit dem Vertrieb von Fälschungen erhebliche Gewinne erziele.


