
Die Kraftstoffpreise in Deutschland verharren weiterhin auf einem hohen Niveau und belasten sowohl private Autofahrer als auch gewerbliche Flottenbetreiber erheblich. Während die deutsche Bundesregierung bislang vor allem auf regulatorische Eingriffe setzt, gehen andere europäische Länder bereits weiter und greifen direkt in die Preisstruktur ein.
So hat Italien die Abgaben auf Benzin und Diesel per Dekret um rund 25 Cent pro Liter gesenkt und zusätzlich steuerliche Entlastungen für die Transportbranche beschlossen. Auch in Österreich werden über strengere Marktregeln hinaus inzwischen temporäre Steuersenkungen diskutiert.
Hohes Preisniveau wird durch Markttransparenz nicht adressiert
In Deutschland hingegen konzentrieren sich die angekündigten Maßnahmen bislang auf kartellrechtliche Verschärfungen sowie neue Vorgaben für Preisänderungen an Tankstellen nach österreichischem Vorbild. Aus Sicht von Branchenbeobachtern adressieren diese Instrumente jedoch vor allem die Markttransparenz – nicht jedoch das aktuell hohe Preisniveau selbst.
Der Automobilclub „Mobil in Deutschland e.V.“ hält die bisherigen Schritte daher für nicht ausreichend und fordert eine unmittelbare Entlastung über den Preis. „Die Politik diskutiert über Marktmechanismen und Transparenz, während Millionen Autofahrer täglich massiv belastet werden. Andere Länder wie Italien zeigen, wie es geht“, erklärt Dr. Michael Haberland, Präsident von „Mobil in Deutschland e.V.“. „Was jetzt zählt, ist eine schnelle und direkte Entlastung – und die kann nur über den Preis erfolgen.“


