
Die anhaltenden Auswirkungen des Iran-Kriegs auf die Straße von Hormus belasten den globalen Markt für Basis-Öle zunehmend. Die „Sudheimer Car Technik-Vertriebs GmbH“ (SCT), Hersteller der Marke „Mannol“, reagiert mit einer vorausschauenden Einkaufsstrategie – warnt aber zugleich vor unvermeidbaren Preissteigerungen.
Lieferwege gestört, Raffinerien beschädigt
Eingeschränkte Transportrouten, beschädigte Raffinerien in der Hormus-Region sowie gestiegene Energiekosten stellen alle Akteure im Schmierstoffmarkt vor erhebliche Herausforderungen. Besonders betroffen ist die Versorgung mit GTL-Ölen, die bislang vorwiegend in der Schmierstoffherstellung eingesetzt wurden. Als Ersatz kommen verstärkt HC-Öle zum Einsatz – mit spürbaren Folgen: Dort sind Preissteigerungen von bis zu 50 Prozent zu beobachten. Die durchschnittliche Lieferzeit für Komponenten der Schmierstoffherstellung liegt derzeit bei rund sechs Wochen.
Die Folgen reichen über den Schmierstoffhandel hinaus: Auch die Erstbefüllung von Neuwagen mit Motoröl könnte beeinträchtigt werden, was die Produktion von Verbrennerfahrzeugen einschränken dürfte. Zudem ist die gesamte Logistikbranche einschließlich öffentlichem Nahverkehr und Lkw-Verkehr potenziell von Engpässen betroffen.
Frühzeitige Disposition als Gegenstrategie
„SCT“ begegnet der Lage nach eigenen Angaben mit strategisch ausgerichteter Einkaufsplanung und frühzeitiger Disposition. Ziel sei es, den kontinuierlichen Warenzufluss in den kommenden Monaten sicherzustellen und gegenüber Händlern sowie Endkunden jederzeit lieferfähig zu bleiben.
Preisanpassungen angekündigt
Da die zum Zeitpunkt der Anlieferung geltenden Marktpreise maßgeblich sind, seien Preisanpassungen auf Endprodukten bereits jetzt notwendig, um die zu erwartenden Mehrkosten aufzufangen. „SCT“ nehme diese Entwicklung bewusst in Kauf, um weiterhin als verlässlicher Partner im Markt agieren zu können.





