
Foto: „BMW Group“
Der französische Wasserstoffproduzent „Lhyfe“ und die „BMW Group“ haben eine Liefervereinbarung für grünen Wasserstoff bekannt gegeben. Ziel ist die Versorgung des „BMW Group“-Werks im österreichischen Steyr, wo ab 2028 Brennstoffzellensysteme der dritten Generation für das neue „BMW X5″-Modell in Serie gefertigt werden sollen.
Serienproduktion von Wasserstoffantrieben ab 2028
Der Standort Steyr bereitet sich derzeit auf die Serienproduktion des Wasserstoff-Antriebssystems der dritten Generation vor. Gegenüber früheren Versionen, die in München entwickelt wurden, verspricht das neue System mehr Kompaktheit, höhere Leistung und geringeren Energieverbrauch bei gesteigerter Reichweite. Der von „Lhyfe“ gelieferte grüne Wasserstoff soll in Steyr für Serienentwicklung, Industrialisierung sowie für Test- und Validierungszwecke eingesetzt werden. Es handelt sich dabei um die ersten „Lhyfe“-Lieferungen nach Österreich überhaupt.
Wasserstoff als Ergänzung zur Elektromobilität
Wasserstoffantriebe gelten vor allem dort als sinnvolle Ergänzung zu batterieelektrischen Fahrzeugen, wo hohe Reichweiten, kurze Betankungszeiten oder schwache Stromnetze eine vollständige Elektrifizierung erschweren – etwa bei Taxis, Transportern oder Lkws.
Erfahrung als Auswahlkriterium
Die „BMW Group“ begründet die Wahl von „Lhyfe“ mit dessen Erfahrung in Produktion und Logistik. Seit 2021 liefert das Unternehmen grünen Wasserstoff in Europa, betreibt vier Produktionsstandorte in Frankreich und Deutschland mit einer Tageskapazität von bis zu 8,5 Tonnen und führte 2025 mehr als 850 Lieferungen durch. Alle Anlagen sind nach dem EU-Standard RFNBO zertifiziert.
„Lhyfe“-Gründer und CEO Matthieu Guesné kommentierte die Zusammenarbeit: „Von der ‚BMW Group‘ ausgewählt worden zu sein bedeutet für ‚Lhyfe‘ eine besondere Anerkennung – nicht nur Anerkennung unserer Expertise, sondern auch Anerkennung unserer Fähigkeit, eine zuverlässige Versorgung überzeugend sicherzustellen, die den anspruchsvollen Anforderungen eines großen Technologieunternehmens gerecht wird.“


