
Der Convenience-Spezialist „Lekkerland“ erprobt in seiner Distributionslogistik derzeit vier Fahrzeuge mit alternativen Antriebstechnologien: einen Wasserstoff-Lkw, eine Biogas-Sattelzugmaschine sowie zwei Elektrofahrzeuge. Das Unternehmen verfolgt dabei bewusst einen technologieoffenen Ansatz. „Es ist noch nicht abzusehen, welche Antriebstechnologien sich am Ende durchsetzen werden. Daher testen wir verschiedene Optionen – aktuell prüfen wir drei Technologien“, erklärt Peter Blömer, Head of Transport Operations & Head of Corporate Transport bei „Lekkerland“.
Wasserstoff in Hamburg, Biogas in Köln
Am Standort Hamburg setzt „Lekkerland“ seit Ende 2025 einen Wasserstoff-Lkw ein. Der „Faun Bluepower“ auf „Mercedes“-Basis verfügt über drei Brennstoffzellen, eine Reichweite von rund 240 Kilometern und Platz für 30 Rollcontainer.
„Damit ist er optimal für den Einsatz in der Hamburger City ausgelegt“, so Tim Scholtyssek, Consultant Corporate Transport bei „Lekkerland“.
Eine Fahrerkabine mit 270-Grad-Rundumblick sowie ein busähnlicher Einstieg sollen Sicherheit und Ergonomie verbessern.
Im Logistikzentrum Köln ist bereits seit Oktober 2024 eine „Scania“-Sattelzugmaschine mit Biogasantrieb im Einsatz. Das Fahrzeug wird laut Unternehmen von den Mitarbeitenden gut angenommen. Ein praktischer Nebeneffekt: Auf Auslieferungstouren lässt sich der Lkw direkt an geeigneten Tankstellen nachtanken.
Zwei Elektrofahrzeuge komplettieren den Betrieb
Seit März 2025 ergänzt ein Elektrotransporter auf „Iveco“-Fahrgestell die Testflotte am Standort Oberhausen. Mit einer Nutzlast von 770 Kilogramm ist das Fahrzeug für Kleinlogistik-Touren ausgelegt und kommt ohne Zwischenladen aus.
Jüngster Neuzugang ist ein „Mercedes-Benz eActros 600″, der im April 2026 im Kölner Logistikzentrum eingetroffen ist. Mit einer Batteriekapazität von 600 Kilowattstunden soll er unter Idealbedingungen die größte Reichweite aller vier Testfahrzeuge erreichen.
Die Erkenntnisse aus den Pilotprojekten sollen laut „Lekkerland“ dabei helfen, mittel- und langfristig die passende Antriebstechnologie für den gesamten Fuhrpark zu identifizieren.


