
Nach monatelangen Verhandlungen ohne Ergebnis hat „Imperial Brands“ nun die Entscheidung getroffen: Das von „Reemtsma“ betriebene Tabakwerk in Langenhagen bei Hannover wird schrittweise bis ins Jahr 2027 geschlossen. Einen Verkauf des Standorts, der seit Oktober 2025 als bevorzugte Lösung verfolgt worden war, konnte das Unternehmen trotz intensiver Gespräche mit einem Kaufinteressenten nicht realisieren.
Von der Entscheidung sind aktuell rund 600 Beschäftigte betroffen, die am 23. März im Rahmen einer Belegschaftsversammlung informiert wurden. Das Werk in Langenhagen nahm 1971 seinen Betrieb auf und zählt damit zu den traditionsreichen Produktionsstätten des deutschen Tabakmarkts.
„Keine Entscheidung, die wir leichtfertig getroffen haben“
Sami Naffakh, Chief Supply Chain Officer bei „Imperial Brands“, zeigte sich betroffen: „Wir haben in den vergangenen Monaten alle realistischen Optionen intensiv geprüft, um den Fortbestand des Standorts zu sichern. Dass diese Gespräche nun leider erfolglos geblieben sind, ist für uns alle sehr enttäuschend. Unsere Tabakproduktion in Deutschland einzustellen, ist keine Entscheidung, die wir leichtfertig getroffen haben. Sie ist das Ergebnis einer sorgfältigen Bewertung unseres Produktionsnetzwerks, des künftigen Kapazitätsbedarfs sowie der Investitionen, die notwendig sind, um unsere globale Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.“
Hintergrund der Entscheidung sei die konstant sinkende Auslastung globaler Produktionskapazitäten im klassischen Tabaksegment. Langenhagen sei dabei besonders stark von hohen Produktionskosten und unzureichender Auslastung betroffen gewesen. Details zum Sozialplan sowie konkrete nächste Schritte sollen nach Abschluss des Konsultationsprozesses im April bekanntgegeben werden. „Imperial Brands“ betonte, die Mitarbeitenden dabei „mit größtem Respekt und Verantwortungsbewusstsein“ zu unterstützen.


