eFuels Forum – Kritik an Aussagen von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil zu E-Fuels

Foto: Lühmann-Gruppe

Vor kurzem äußerte sich Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zwar prinzipiell positiv über E-Fuels, wenn man sie in einem Ottomotor zu bezahlbaren Preisen CO2-neutral nutzt. Er ergänzte jedoch: „E-Fuels haben allerdings auch einen entscheidenden Nachteil: Sie sind enorm energieintensiv, und wir benötigen erneuerbare Energien in Deutschland auf absehbare Zeit für andere Zwecke.“ Mit dieser Aussage verkenne Weil die Vorteile von E-Fuels, betont Dr. Lorenz Kiene, Geschäftsführer der Lühmann-Gruppe. „Natürlich geht es nicht darum, E-Fuels in Deutschland mit grünem Strom im industriellen Maßstab zu produzieren. E-Fuels werden in den Regionen hergestellt, in denen erneuerbare Energien aus Wind oder Sonne quasi unbegrenzt zur Verfügung stehen. Anschließend werden sie in flüssiger Form in der bestehenden Infrastruktur nach Europa und Deutschland transportiert“, erklärt Dr. Kiene und ergänzt: „Daher ist die Tatsache, dass die Produktion synthetischer Kraftstoffe energieintensiv ist, nicht relevant. Außerdem kann der grüne Strom, der in Deutschland hergestellt wird, dann sinnvoll für andere Anwendungen wie der Industrie oder in Haushalten eingesetzt werden.“ Dr. Kiene verweist in dem Zusammenhang darauf, dass beim aktuellen Strommix in Deutschland auch E-Fahrzeuge nicht – wie gerne behauptet wird – CO2-neutral unterwegs sind.

Versorgungssicherheit durch E-Fuels

Der Unternehmer nennt einen weiteren Vorteil von E-Fuels: „Wenn wir synthetische Kraftstoffe in verschiedenen Ländern mit ausreichend Sonne und Wind herstellen, machen wir uns gleichzeitig unabhängig von fossilen Kraftstoffen aus Ländern, die nicht demokratisch geführt werden.“ Der Einsatz von E-Fuels trägt damit nicht nur zur Reduzierung der CO2-Emissionen im Verkehr bei, sondern auch zur Versorgungssicherheit.

Die Classic Tankstellen GmbH & Co. KG, eine Tochter der Lühmann Gruppe, ist eines der zehn mittelständischen Unternehmen, die sich Anfang dieses Jahres zur eFuel GmbH zusammengeschlossen haben. Ziel der Gesellschafter ist es, neue Technologien rund um synthetische Kraftstoffe voranzutreiben, etwa durch die Beteiligung an innovativen Unternehmen und Projekten.

Zudem ist bereits im Herbst 2021 eine Initiative des deutschen Mittelstandes entstanden, die unter dem gemeinsamen Auftritt mit dem Namen „eFuels Forum“ mittlerweile mehr als 30 deutsche mittelständische Unternehmen versammelt. Hier bündeln diese Mittelständler aus ganz Deutschland sowie der Technologiegeber Chemieanlagenbau Chemnitz (CAC) ihr Engagement, um gemeinsam Öffentlichkeitsarbeit für E-Fuels zu betreiben.

www.efuel-gmbh.de

www.efuels-forum.de

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