BVTE – Initiative „Tabaksteuer mit Augenmaß“ warnt vor Tabaksteuererhöhung

Grafik: BVTE

Die Initiative „Tabaksteuer mit Augenmaß“ kritisiert die geplanten weiteren Erhöhungen der Tabaksteuer. Für Tankstellen, Kioske und andere Verkaufsstellen sieht sie Risiken durch Umsatzverluste im legalen Handel, erschwerte Preis- und Lagerplanung sowie eine Verlagerung von Nachfrage in illegale Bezugsquellen.

Die vom „Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse e.V.“ („BVTE“) verantwortete Initiative fordert, die Folgen höherer Tabaksteuern für Handel, Verbraucher, Staatseinnahmen und den illegalen Markt stärker zu berücksichtigen.

Zu den Unterstützern der vom „Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse e.V.“ verantworteten Initiative zählen „British American Tobacco (Industrie) GmbH“, „JT International Germany GmbH“, „Philip Morris GmbH“, „Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH“, der „Bundesverband Deutscher Tabakwaren-Großhändler und Automatenaufsteller e.V.“ sowie der „Bundesverband des Tabakwaren-Einzelhandels e.V.“. Nach den derzeit diskutierten Regierungsplänen könnten die Preise für eine Packung mit 20 Zigaretten bis 2030 auf rund 12 Euro steigen.

Risiken für legalen Handel und Planung

Aus Sicht der Initiative führen höhere Steuern nicht automatisch zu höheren Staatseinnahmen. Entscheidend sei, ob legale Produkte für Verbraucher erreichbar blieben und der legale Markt stabil sei. Stark steigende Preise könnten Kunden in illegale Bezugsquellen drängen. Dies könne den Umsatz legaler Verkaufsstellen wie Kioske, Händler und mittelständischer Betriebe belasten.

„Eine Steuerpolitik mit Augenmaß muss berücksichtigen, was passiert, wenn legale Produkte immer unattraktiver werden“, sagt Jan Mücke, Hauptgeschäftsführer des „BVTE“ und Sprecher der Initiative.

Thomas Liebel, Bundesvorsitzender der „BDZ Deutsche Zoll- und Finanzgewerkschaft“, sagte in einem Interview mit der „Welt“ im Juli 2026: „Die geplante Tabaksteuererhöhung wird zum Konjunkturprogramm für die Organisierte Kriminalität“.

Für Handelsbetriebe seien zudem verlässliche Rahmenbedingungen wichtig. Wiederholte oder vorgezogene Steuererhöhungen erschwerten laut Initiative Kalkulation, Preisgestaltung und Lagerplanung. Zum 1. Januar 2026 stieg der Steuersatz für Zigaretten auf 12,28 Cent je Stück zuzüglich 19,84 Prozent des Kleinverkaufspreises.

Differenzierung bei Produktgruppen gefordert

Die Initiative plädiert außerdem für eine risikodifferenzierte Regulierung verschiedener Produktkategorien. Zigaretten, Tabak zum Erhitzen sowie E-Zigaretten und Liquids unterschieden sich nach ihrer Auffassung bei Produkteigenschaften und Risikoprofil.

Auch für Nikotinbeutel fordert die Initiative einen klaren Rechtsrahmen. Nach ihren Angaben nutzen rund 1,5 Millionen Menschen in Deutschland diese Produkte. Ein legaler und angemessen besteuerter Markt könnte nach Branchenschätzungen jährlich rund 400 bis 500 Millionen Euro zusätzliche Steuereinnahmen ermöglichen.

Mücke betont: „Wir brauchen keine Tabaksteuerpolitik nach dem Motto ‚je höher, desto besser‘. Wir brauchen eine Politik, die ihre Konsequenzen mitdenkt. Gesundheitsschutz, solide Staatsfinanzen und die Bekämpfung des Schwarzmarktes lassen sich nur zusammen erreichen mit einer Tabaksteuer mit Augenmaß.“

www.bvte.de

www.pmi.com

www.jti.com

www.bat.de

www.bdta.de

www.reemtsma.com

www.tabakwelt.de

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