BEE – Statement zum Gebäudemodernisierungsgesetz

Logo: „Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.“

Am 24. Februar 2026 stellten die Fraktionsspitzen von CDU/CSU und SPD die Eckpunkte des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GMG) vor. Der „Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE)“ nimmt dazu Stellung und betont die Notwendigkeit, Klarheit zu schaffen und nicht hinter bisherige Standards zurückzufallen. Der Verband kritisiert, dass die kürzlich veröffentlichten Vorschläge aufgrund fehlender Konkretisierungen im Gesetzgebungsverfahren einerseits keine Transparenz für Verbraucher darstellte und andererseits Investoren keine Planungssicherheit ermögliche.

Zuspruch und Zweifel

„BEE“-Präsidentin Ursula Heinen-Esser sagt: “Nach der gestrigen Vorstellung der GMG-Eckpunkte bestehen Zweifel, ob die Vorgaben zum Mindestanteil von 49 Prozent Erneuerbarer Energien im Gebäudesektor aus der europäischen Erneuerbaren-Richtlinie erreicht werden können. Das bisherige GEG war mit Zahlen unterlegt, die auf ein Erreichen dieser Zielwerte ausgerichtet waren. Dadurch bot es Verbrauchern, Kommunen und Investoren Rechtssicherheit. Die Eckpunkte hingegen lassen noch Vieles im Ungefähren.”

Das Gleichbleiben der Bundesförderung für effiziente Gebäude bis 2029 findet Zuspruch beim Verband, da Verbrauchern der Umstieg auf CO₂-neutrale Wärmetechnologien somit erleichtert werde. Die Grüngasquote sei mit einem Prozent für Inverkehrbringer ab 2029 wenig ambitioniert, jedoch werde sie den Biogasmarkt entwickeln – so der Verband. Was der Verband hingegen bedauert, ist dass die Quote nur für den Gebäudebereich gelte und nicht zur Nutzung in der Industrie ausgelegt sei.

Zusätzliche Unsicherheiten

Die Biotreppe startet im GMG mit einem deutlich niedrigeren Wert als bisher, während weitere Stufen aktuell noch unklar sind. Laut dem „BEE“ habe die Bundesregierung damit keine seriösen Berechnungsmöglichkeiten bezüglich der Zielerreichung der EU-Vorgaben. Weitere Unsicherheiten würden hinsichtlich der Kostenentwicklung von Gas- und Netznutzung entstehen. Zuletzt wird gefordert, dass die neuen Vorgaben der Biotreppe verschiedene erneuerbare Technologien als gleichwertige Erfüllungsoption ermöglichen sollten. „Wir erwarten Konkretisierungen im Gesetzgebungsverfahren“, betont Heinen-Esser abschließend.

www.bee-ev.de

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