Bundeskartellamt – Quartalsbericht: Hohe Preisaufschläge an Autobahntankstellen

Andreas Mundt
Foto: Bundeskartellamt/Bernd Lammel

Die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe – angesiedelt beim Bundeskartellamt – hat den Bericht für das zweite Quartal 2024 veröffentlicht. Die aktuelle Ausgabe analysiert die Kraftstoffpreise und gibt wichtige Verbrauchertipps.

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „Die Preisaufschläge an den Autobahntankstellen sind in den letzten Wochen noch einmal deutlich gestiegen. Derzeit bezahlt man an der Autobahn für Benzin und Diesel über 40 Cent mehr pro Liter. Hinzu kommt, dass sich das Muster der regelmäßigen Preisschwankungen im Laufe eines Tages geändert hat. Nachmittags ist eine weitere Preisspitze hinzugekommen. Gerade jetzt, zur Sommerferienzeit und bei langen Autoreisen in den Urlaub, lohnt es sich also umso mehr, Tank-Apps zu nutzen und Preise zu vergleichen.”

Fakten kompakt:
  • Die Kraftstoffpreise haben sich unterschiedlich entwickelt: Der quartalsweise Durchschnittspreis für E5 ist um ca. 5,6 Cent auf 1,873 Euro pro Liter gestiegen, für Diesel um ca. 4,1 Cent auf 1,684 Euro pro Liter gesunken.
  • Der Preisabstand zwischen Autobahntankstellen und Nicht-Autobahntankstellen ist deutlich gestiegen. Tankt man z.B. 60 Liter, kostet das Tanken an Autobahnen derzeit über 24 Euro mehr (40 Cent mehr pro Liter für Diesel bzw. Benzin).
  • Der durchschnittliche Preisverlauf der Tankstellen in Deutschland folgt einem regelmäßigen Muster (viele kleine Preissenkungen und einige große Preiserhöhungen pro Tag). Dieses Muster hat sich Ende April verändert. Es gibt nun nachmittags eine weitere Preisspitze.
  • Die Preise an Tankstellen sind regional unterschiedlich. Der Preisabstand zwischen dem teuersten und günstigsten Bundesland sank im zweiten Quartal von ca. 8 Cent auf ca. 5 bzw. 6 Cent pro Liter (je nach Kraftstoff).

Bundeskartellamt – Startseite – Kraftstoff-News 07/24
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