
Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) hat einen neuen Förderaufruf gestartet, der Kommunen bei der Erstellung oder Fortschreibung nachhaltiger Mobilitätspläne unterstützen soll. Im Rahmen des Programms „nachhaltig.mobil.planen.“ stehen in diesem Jahr 14 Millionen Euro bereit.
Europäische Standards als Grundlage
Gefördert werden Pläne nach den europäischen Vorgaben für sogenannte „Sustainable Urban Mobility Plans“ (SUMPs). Für eine bundesweit einheitliche Anwendung wurden nationale SUMP-Kriterien erarbeitet, die die europäischen Vorgaben konkretisieren und gleichzeitig als Grundlage für die Auswahl der Förderprojekte dienen. An ihrer Entwicklung beteiligt waren Ländervertretungen, der Deutsche Städtetag sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Praxis und Wissenschaft.
Zu den Kriterien zählen unter anderem zuverlässige und sichere Mobilitätsangebote, ein attraktiver Fuß- und Radverkehr, die Reduktion von CO₂-Emissionen, Schadstoffen und Lärm sowie eine ganzheitliche Betrachtung aller Verkehrsträger.
Beteiligung der Bürger ausdrücklich gewünscht
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder betont die Bedeutung transparenter Prozesse: „Wir wollen, dass die Menschen auf diesem Weg nicht bevormundet, sondern durch transparente Beteiligungsverfahren mitgenommen werden.“ Ziel sei ein „Miteinander von Individual- und öffentlichem Verkehr, von Auto, Fahrrad und zu Fuß gehenden“ – mit dem Leitbild, Mobilität „klima- und umweltfreundlich, effizient, verfügbar und bezahlbar“ zu gestalten.
Neben der Planerstellung werden auch begleitende Maßnahmen wie Verkehrsmodelle, Beteiligungsverfahren und Datenerhebungen gefördert. Skizzen für Förderanträge können bis zum 1. Juni 2026 eingereicht werden. Weitere Informationen gibt es hier.


