
Der „Automobilclub KS e.V.“ nimmt Stellung zum „DEKRA Verkehrssicherheitsreport 2025“ und betont, dass die Straßenverkehrssicherheit mehr als nur moderne Technik benötigt. Trotz kontinuierlicher Verbesserungen durch Fahrerassistenzsysteme bleiben bestimmte Unfallmuster problematisch.
Die „Vision Zero“ strebt perspektivisch null Verkehrstote an. Während die Zahlen im Langzeittrend sinken – von 21.330 Getöteten als Höchststand im Jahr 1970 auf 2.560 während der Corona-Pandemie 2021 – identifiziert die „DEKRA“ weiterhin kritische Unfallszenarien.
Technische Herausforderungen
Baumunfälle auf Landstraßen bleiben besonders schwerwiegend. Fahrerassistenzsysteme wie Spurverlassenswarner sind nur begrenzt wirksam, da sie auf entsprechende Infrastruktur wie Fahrbahnmarkierungen angewiesen sind, die auf kleineren Landstraßen oftmals fehlen. Hauptursache für Kollisionen mit Bäumen bleibt überhöhte Geschwindigkeit, häufig kombiniert mit einer nassen oder verschmutzten Fahrbahn.
Fußgänger und Radfahrer sind die schwächsten Verkehrsteilnehmer und bleiben übermäßig gefährdet. Trotz Notbremsassistenten und innerörtlichen Tempolimits stagniert die Zahl getöteter Fußgänger oder steigt in manchen Ländern sogar wieder an.
Lkw-Abbiegeunfälle im toten Winkel bleiben in europäischen Innenstädten konstant problematisch. Obwohl Abbiegeassistenten für neue Lkw vorgeschrieben sind, fehlt eine umfassende Nachrüstpflicht, denn diese besteht bislang nur für Lang-Lkw. Zudem können Sensoren nicht jede Gefahr erfassen, etwa wenn Radfahrer verdeckt sind.
Der Mensch als größter Risikofaktor
Auffahrunfälle von Lkw zählen zu den besonders kritischen Punkten. Assistenzsysteme erzielen zwar grundsätzlich eine Verbesserung mithilfe von Notbremsassistenten, Abstandsregeltempomaten oder Spurhalteassistenten, doch sie können dauerhafte Unaufmerksamkeit des Fahrers nicht kompensieren. Ablenkung durch Handys, Müdigkeit und Zeitdruck bleiben die Hauptursachen.
„Hier appelliert der Automobilclub KS e.V. eindringlich an alle am Straßenverkehr Beteiligten, gegenseitig mehr Rücksicht zu nehmen sowie immer aufmerksam und vorausschauend zu fahren“, betont die Pressesprecherin des „Automobilclub KS e.V.“ Denn bis alle Fahrzeuge autonom fahren, bleibe der Mensch der größte Risikofaktor.


