Automobilclub KS e.V. – Tipps zu Ganzjahresreifen oder Sommer- und Winterreifen

Logo: „Automobilclub KS e.V.“

Mit dem Start des Frühjahrs steht für viele Autofahrer wieder die Frage nach den passenden Reifen an. „Von O bis O“ lautet normalerweise die Faustregel für den Reifenwechsel – Winterreifen von Oktober bis Ostern, Sommerreifen für das übrige Jahr. Der „Automobilclub KS e.V.“, Deutschlands zweitgrößter Automobilclub, hat sich mit der Frage beschäftigt, was sich wirklich lohnt – Ganzjahresreifen oder doch ein saisonaler Wechsel? Vor dem Hintergrund dieser Frage hat der Verein die wichtigsten Vor- und Nachteile zusammengefasst.

„Wie so oft lässt sich auch bei der Reifenfrage nicht eindeutig und für alle gleich beantworten, ob man weiter auf Sommer- und Winterreifen setzen sollte oder Ganzjahresreifen eine praktische Alternative sind. Fest steht, dass Ganzjahresreifen in den vergangenen Jahren deutlich an Popularität gewonnen haben, was nicht zuletzt den generell milderen Wintern geschuldet ist. Doch auch beim Rollwiderstand und damit Spritkosten, generell bei Reifenkosten oder Geschwindigkeitsbegrenzungen gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Reifenarten“, erläutert Isabella Finsterwalder, die Pressesprecherin des „Automobilclub KS e.V.“

Ganzjahresreifen: Komfort mit Abstrichen

Der größte Pluspunkt von Allwetterreifen liegt klar auf der Hand: Der zweimalige Reifenwechsel pro Jahr entfällt – und damit auch Zeit und vor allem Kosten für Werkstatt sowie Einlagerung. Besonders für Wenigfahrer in städtischen Regionen mit mildem Klima kann das ein echter Vorteil sein. Zudem müssen Sommer- und Winterreifen auch bei geringer Laufleistung aus Altersgründen regelmäßig ersetzt werden, da die Gummimischung mit der Zeit porös wird. Allerdings geht man mit Ganzjahresreifen stets einen Kompromiss ein: Bei sommerlichen Temperaturen fallen Bremswege länger aus als bei Sommerreifen, der Rollwiderstand ist höher – was zusätzlich den Spritverbrauch steigert – und die zulässige Höchstgeschwindigkeit ist häufig niedriger. Bei Eis und Schnee wiederum bietet ein spezialisierter Winterreifen deutlich mehr Grip und Sicherheit.

Das Fahrprofil ist entscheidend

Wer viele Kilometer zurücklegt, regelmäßig lange Strecken fährt oder in Regionen wohnen, in denen gewöhnlich viel Schnee fällt, ist mit getrennten Saisonreifen in der Regel besser beraten. Zudem sorgen saisonale Reifensätze für eine erhöhte Sicherheit: Sommerreifen sind für hohe Temperaturen sowie trockene und nasse Straßen optimiert und bieten ein präzises Fahrverhalten, kürzere Bremswege und weniger Verschleiß durch ihre härtere Gummimischung. Winterreifen sind für Kälte, Schnee und Matsch entwickelt; ihre weichere Mischung sorgt für bessere Haftung auf kalten Straßen, während das tiefere Profil auch bei Schnee einen guten Grip bietet.

Die Pressesprecherin des „Automobilclub KS e.V.“ betont: „Es gibt also keine pauschale One-fits-all-Lösung. Entscheidend ist hier vielmehr, wie hoch beispielsweise die jährliche Fahrleistung ist, wo man wohnt oder wie der eigene Fahrstil ist.“

Hochwertige Ganzjahresreifen können dagegen für Stadtfahrer mit geringer Jahresleistung eine sinnvolle und kostensparende Alternative sein.

www.ks-auxilia.de/automobilclub

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