Shop & Convenience – Ready-to-Drinks im Herbst

Foto: Google Gemini / KI-erstellt

Ready-to-Drinks bleiben auch nach dem Sommer ein Impulsartikel für den Tankstellenshop. Erfolgversprechend ist nicht maximale Vielfalt, sondern ein verständliches Sortiment: Bekannte Mixprofile sichern Rotation, gezielte Neuheiten schaffen Aufmerksamkeit.

Dieser Beitrag „RTDs klar profilieren im Kühlregal“ ist am 15. September 2026 in der Oktober-Ausgabe des „tankstelle“-Magazins erschienen.

Wenn die warmen Monate enden, müssen Ready-to-Drinks ihre Rolle im Kühlregal neu behaupten. Als schnelle Erfrischung sind sie im Sommer besonders gefragt, doch auch im Herbst bieten sie Potenzial – für den Feierabend, spontane Treffen, den Weg zur Party oder das Wochenende. Nach Angaben von MCS auf Basis von „Nielsen TS Scanning“ legten Ready-to-Drinks und Premixes im Tankstellenkanal zuletzt beim Umsatz um ein Prozent und beim Absatz um zwei Prozent zu (MAT bis 26. April 2026). Für Betreiber bleibt die Kategorie damit ein relevanter Impulsbringer.

Entscheidend ist eine klare Aufgabenverteilung im Regal. Bekannte Profile wie Vodka-Lemon, Vodka-Energy, Rum-Cola oder Mule funktionieren ohne Erklärung und können die Basis für eine verlässliche Rotation bilden. Ergänzt werden sollte dieses Kernsortiment durch wenige Produkte, die einen eigenständigen Anlass abdecken oder als Neuheit sichtbar Akzente setzen. So bleibt die Auswahl übersichtlich, ohne an Impulskraft zu verlieren.

Dauerartikel, die ohne Erklärung funktionieren

Der Getränkehersteller „Waldemar Behn“ empfiehlt bei knapper Kühlfläche genau diese Kombination. „Betreiber sollten zunächst auf wenige, klar profilierte Dauerartikel setzen, die ohne Erklärung funktionieren“, sagt Lisa Behn, geschäftsführende Gesellschafterin von „Waldemar Behn“. Für das Kernsortiment nennt das Unternehmen „Danzka Vodka-Mix Lemon“ und „Danzka Vodka-Mix Energy“. Die 0,33-Liter-Sleek-Dosen greifen etablierte Geschmacksrichtungen auf und stehen mit 10 Volumenprozent für unkomplizierten To-go-Genuss. „Mit ,Danzka Mule‘ oder ,Andalö Spritz‘ können Betreiber passend zur Saison, zu Events oder Aktionen zusätzliche Kaufimpulse setzen“, so Behn.

Lisa Behn, geschäftsführende Gesellschafterin bei „Waldemar Behn“.
Foto: Pepe Lange / Waldemar Behn

„Wichtig ist ein übersichtliches, gut gekühltes Sortiment, das klar nach Anlass gegliedert ist und Kunden sofort Orientierung bietet“, betont Lisa Behn, geschäftsführende Gesellschafterin bei „Waldemar Behn“.

Dabei sollten die Konzepte im Kühlregal klar voneinander getrennt werden. „Danzka Vodka-Mix“ adressiert Party- und To-go-Anlässe, während sich „Andalö Spritz“ mit 5,3 Volumenprozent als leichter Aperitif positioniert. Die kleine, orange lackierte Glasflasche vermittelt dabei einen wertigeren Charakter. „Wichtig ist für uns nicht die größtmögliche Auswahl, sondern ein übersichtliches, gut gekühltes Sortiment, das klar nach Anlass gegliedert ist und Kunden somit sofort Orientierung bietet“, betont Lisa Behn.

Leicht verständliche Geschmackssorten

Auch „Diageo“ setzt auf bekannte Marken und leicht verständliche Geschmäcker. Ab September ergänzt „Captain Morgan Spezial Cola & Orange“ die RTD-Range der Rum-Marke. Der Mix aus „Captain Morgan Original Spiced Gold“ und Cola-Orangen-Limonade kommt in der 0,33-Liter-Dose mit 10 Volumenprozent in den Handel. Gleichzeitig erhalten „Captain Morgan Original Spiced Gold & Cola“ und „Captain Morgan White Rum Mojito“ ein einheitliches neues Design. Für Tankstellenshops kann eine zeitlich begrenzte Zweitplatzierung oder ein Mix-Display helfen, solche Neuheiten sichtbar zu machen, ohne die etablierten Artikel aus dem Kernsortiment zu verdrängen.

Starke Klassiker sichern somit die Basis, einzelne Innovationen sorgen für neue Kaufanreize. Gut gekühlt, nach Anlass oder Basisspirituose klar gegliedert und punktuell zusätzlich platziert, können RTDs auch nach dem Sommer relevante Mitnahmeumsätze erzielen.

Text: Lisa Levy

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