Uniti – Umfrage zu Kraftstoffpreisen und 12-Uhr-Regel

Logo: Uniti Bundesverband EnergieMittelstand e.V.

Hohe Abgaben auf Kraftstoffe und die 12-Uhr-Regel stoßen bei vielen Autobesitzern auf Ablehnung. Das zeigt eine repräsentative Befragung von „forsa“ im Auftrag von „Uniti“. Für die Befragung wurden vom 17. bis 22. September 2026 über das repräsentative Online-Panel „forsa.omninet“ 1.008 Autobesitzer in Deutschland ab 18 Jahren befragt.

Abgaben und Preisbildung im Fokus

86 Prozent der befragten Autobesitzer halten die Steuern und Abgaben auf Kraftstoffe in Deutschland für zu hoch. Nach Angaben von „Uniti“ machen diese in der Regel rund 50 bis 60 Prozent des Preises an der Zapfsäule aus. Die zum 1. Oktober 2026 eingeführte temporäre Absenkung des Energiesteuersatzes verringere die Abgabenlast lediglich um wenige Prozentpunkte.

Auch die seit April 2026 geltende 12-Uhr-Regel für Tankstellen wird in der Befragung kritisch bewertet: 60 Prozent der Autobesitzer fordern ihre Abschaffung. „Uniti“ spricht sich ebenfalls gegen die Regel aus und sieht darin einen Eingriff in die freie Preisbildung und die unternehmerische Freiheit. Laut dem Verband hat sie nicht zu den von der Bundesregierung erhofften niedrigeren Kraftstoffpreisen geführt.

Autobesitzer zur Antriebsfrage

81 Prozent der Befragten wünschen sich, dass die Bundesregierung beim Erreichen der Klimaziele im Straßenverkehr alle technischen Lösungen gleichermaßen unterstützt, statt ausschließlich Elektromobilität zu fördern. Ein De-facto-Neuzulassungsverbot für Autos mit Benzin- oder Dieselmotor ab 2035 unterstützen 29 Prozent. 60 Prozent fordern, dass sich die Bundesregierung bei der EU für dessen Rücknahme einsetzt.

Bei einer Wahl zwischen einem mit erneuerbaren Kraftstoffen betriebenen Benzin- oder Dieselauto und einem Elektroauto würden sich 48 Prozent für den Verbrenner und 46 Prozent für das Elektroauto entscheiden.

„Die Ergebnisse der ‚forsa‘-Umfrage zeigen, dass sich die Politik in Deutschland in ihrem Handeln und ihren Positionen weit von den Anliegen und Interessen der vielen Millionen Autofahrer hierzulande entfernt hat. Die Bundesregierung sollte dringend gegensteuern“, betont Elmar Kühn, Hauptgeschäftsführer von „Uniti“.

www.uniti.de

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