
Aus Holzreststoffen und erneuerbarer Energie sollen in der Normandie synthetische Kraftstoffe und chemische Grundstoffe entstehen. Für das Projekt „ERA T.H2“ haben „Haltermann Carless“ und „Ineratec“ eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit unterzeichnet.
„Haltermann Carless“ beabsichtigt, ab Inbetriebnahme der Anlage im Jahr 2029 mindestens zehn Jahre lang jährlich eine signifikante Menge bio-e-SAF und bio-e-Naphtha abzunehmen. Die Unternehmen wollen damit die industrielle Nutzung und Markteinführung erneuerbarer Kohlenwasserstoffe in Europa vorantreiben.
Holzreststoffe werden zu Synthesegas
Die Anlage soll nachhaltig gewonnene Holzreststoffe aus regionalen Wäldern und der Industrie verarbeiten. Durch Vergasung entsteht daraus Synthesegas, das mit der Technologie von „Ineratec“ in Fischer-Tropsch-Produkte umgewandelt wird. Dazu zählen bio-e-SAF für die Luftfahrt und bio-e-Naphtha als Grundchemikalie.
Ab 2031 sollen jährlich etwa 60.000 Tonnen Holzreststoffe eingesetzt und daraus mindestens 13.000 Tonnen Fischer-Tropsch-Produkte hergestellt werden. „Haltermann Carless“ ist bereits mit einem Standort in der Normandie vertreten.
Langfristige Abnahme für den Anlagenhochlauf
Dr. Ing. Tim Böltken, Mitgründer und CEO von „Ineratec“, sagt: „Die Zusammenarbeit mit ‚Haltermann Carless‘ ist ein wichtiger Schritt, um das volle Potenzial von ‚ERA T.H2‘ zu erschließen. Die geplante langfristige Abnahme unserer Produkte schafft die Grundlage für den erfolgreichen Hochlauf der Anlage und sendet ein starkes Signal an den Markt: Die Nachfrage nach nachhaltigen e-Fuels und erneuerbaren Kohlenwasserstoffen wächst. Gemeinsam tragen wir dazu bei, diese dringend benötigten Lösungen für Luftfahrt, Mobilität und Industrie verfügbar zu machen.“


