
Nur knapp zehn Prozent der Verbrenner-Fahrer lehnen E-Autos grundsätzlich ab. Für viele andere scheitert der Umstieg derzeit an Budget, einer eigenen Lademöglichkeit oder einem passenden Gebrauchtwagen. Das zeigt die „EV Adopter Persona Study 2026“ von „Uscale“.
Für die Studie wurden im Juni 2026 insgesamt 1.066 Verbrenner-Fahrer in Deutschland befragt, repräsentativ nach Alter, Geschlecht und Bundesland. Die Ergebnisse unterscheiden zwischen grundsätzlicher Ablehnung, praktischen Hindernissen und fehlendem Anlass für einen Fahrzeugwechsel.
Lademöglichkeit und Budget als Hürden
Bei rund der Hälfte der Befragten ist der Umstieg aktuell aus praktischen Gründen keine Option. Dieser als „Ausgebremste Mehrheit“ bezeichneten Gruppe fehlen Budget, eine eigene Lademöglichkeit oder ein passendes, bezahlbares Gebrauchtwagenangebot. Viele nehmen zudem die öffentliche Ladeinfrastruktur abseits der Autobahn, etwa im Wohnumfeld, als unzureichend wahr.
Weitere rund 16 Prozent gehören zu den „Zufriedenen Zuschauern“. Sie hätten häufig die Voraussetzungen für ein E-Auto, sehen aber derzeit keinen Anlass zum Wechsel. Das übrige Drittel plant den Umstieg bereits konkret oder steht ihm grundsätzlich offen gegenüber.
Bedeutung für Ladeangebote
Für Anbieter von Ladeangeboten ist die Unterscheidung zwischen grundsätzlicher Ablehnung und praktischen Hürden relevant. Die Studie sieht beim Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur sowohl Politik als auch Energiewirtschaft in der Pflicht. Allgemeine Informationskampagnen dürften dagegen eher die bereits informierten Gruppen erreichen.


