Philip Morris – Orale Nikotinprodukte: Regulierung und Handel im Fokus

Grafik: Philip Morris

Orale Nikotinprodukte werden laut „Philip Morris“ in Deutschland trotz fehlender regulärer Verkehrsfähigkeit nachgefragt. Für Handelsstandorte ist vor allem relevant, dass die Produkte nach Angaben des Unternehmens teils über nicht regulierte Vertriebswege angeboten werden und dabei Fragen zu Produktsicherheit, Jugendschutz und Verbraucherinformation aufwerfen.

Der Markt für tabakfreie Nikotinbeutel und tabakhaltige Produkte wie Snus besteht nach Darstellung der „Philip Morris GmbH“ bereits, obwohl beide Kategorien in Deutschland derzeit nicht regulär verkehrsfähig sind. Das Bundesinstitut für Risikobewertung berichtete 2022, dass rund zwei Prozent der Bevölkerung Nikotinbeutel konsumierten und 14 Prozent sie zumindest ausprobiert hatten.

Angebot über nicht regulierte Vertriebswege

Eine bundesweite Handelsanalyse von „Ipsos“ im Auftrag von „Philip Morris International“ zufolge wurden Nikotinbeutel in 15,8 Prozent der untersuchten Verkaufsstellen angeboten. Ein Drittel der forensisch untersuchten Produkte sei gefälscht gewesen. Nach Einschätzung des Unternehmens wird die Nachfrage damit über nicht regulierte und teils illegale Vertriebswege bedient. Nutzer verwendeten dadurch Produkte ohne Qualitäts- oder Sicherheitskontrolle.

Für Betreiber von Tankstellen, Shops und Convenience-Standorten ist die Entwicklung vor allem mit Blick auf die rechtliche Einordnung der Produktkategorie relevant. Während der Verkauf von tabakhaltigem Snus in der Europäischen Union mit Ausnahme Schwedens verboten ist, sind tabakfreie Nikotinbeutel in einigen europäischen Ländern reguliert erhältlich.

Studie sieht Informationsdefizite

In der Studie „Barrieren des Rauchstopps“ befragte die „Philip Morris GmbH“ 1.000 erwachsene tägliche Raucher ab 19 Jahren sowie 201 Nutzer von E-Zigaretten oder Tabakerhitzern. Nur 20 Prozent der befragten Raucher schätzten das Gesundheitsrisiko oraler Nikotinprodukte geringer ein als das von Zigaretten. Unter den Nutzern von E-Zigaretten und Tabakerhitzern lag dieser Anteil bei 42 Prozent.

Als Gründe für die Nutzung nannten Befragte unter anderem die Erwartung eines geringeren gesundheitlichen Risikos, eine diskrete Nutzung, den Schutz von Nichtrauchern sowie die Vermeidung eines Rückfalls zum Zigarettenrauchen.

„Die genannten Nutzungsgründe deuten darauf hin, dass orale Nikotinprodukte vor allem als Alternative zum Rauchen herkömmlicher Zigaretten genutzt werden. Gleichzeitig zeigen aktuelle Daten zur Nikotininitiation in Deutschland, dass die Zigarette mit Abstand das wichtigste Einstiegsprodukt bleibt, während Nikotinbeutel als Initiationsprodukt praktisch keine Rolle spielen. Die Befürchtung, dass Nikotinbeutel in relevantem Umfang zur Nikotininitiation beitragen, wird durch die derzeitige Evidenz daher nicht gestützt“, sagt Dr. Christoph Neubert, Senior Manager Scientific & Medical Affairs der „Philip Morris GmbH“ und Leiter der Studie. „Statt regulatorischer Grauzonen braucht es einen klaren, risikobasierten Rechtsrahmen, der Produktsicherheit und Jugendschutz stärkt und erwachsenen Konsumentinnen und Konsumenten eine informierte Entscheidung ermöglicht.“

www.philipmorris.de

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