Spritpreise – Neuer Tankrabatt ab 1. Oktober geplant: Bis zu 17 Cent Entlastung je Liter

Foto: ChatGPT/Google Gemini

Bund und Länder haben sich auf ein weiteres Entlastungspaket für Kraftstoffkunden verständigt. Ab 1. Oktober 2026 soll die Energiesteuer auf Benzin und Diesel bis zum Jahresende um 14 Cent je Liter sinken. Unter Einbeziehung der niedrigeren Umsatzsteuer ergibt sich rechnerisch eine Entlastung von rund 17 Cent je Liter an der Zapfsäule. Die Bundesregierung beziffert das Gesamtvolumen für Verbraucher und Wirtschaft auf etwa 2,5 Milliarden Euro.

Auslöser sind die erneut deutlich gestiegenen Rohöl- und Kraftstoffpreise im Zusammenhang mit der Eskalation im Nahen Osten und den Problemen auf der Schifffahrtsroute von Hormus. Die Maßnahme knüpft an den bereits von 1. Mai bis 30. Juni 2026 geltenden Tankrabatt an. Auch damals war die Energiesteuer um 14,04 Cent je Liter reduziert worden; brutto ergab sich daraus eine rechnerische Entlastung von 16,7 Cent je Liter.

Die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe beim Bundeskartellamt hatte bereits beim Tankrabatt im Frühjahr die Preisentwicklung beobachtet. Nach ihren Auswertungen wurde die steuerliche Entlastung überwiegend an die Verbraucher weitergegeben. Im Durchschnitt sanken die Preise für Diesel um 13,8 Cent je Liter und für Super E5 um 13 Cent je Liter. Wie stark sich die Entlastung ab Oktober an einzelnen Stationen bemerkbar macht, wird neben der Steuersenkung auch von Faktoren wie Einkaufspreisen, regionalem Wettbewerb und der allgemeinen Marktentwicklung abhängen.

Verschiedene Faktoren beeinflussen die Preisentwicklung

Die Bundesregierung verweist zugleich darauf, dass Monopolkommission und Bundeskartellamt die frühere Energiesteuersenkung grundsätzlich als wirksam bewertet hätten. Die Preisentwicklung dürfte aber auch diesmal nicht allein vom Steuerimpuls abhängen: Rohölnotierungen, Raffinerie- und Großhandelspreise sowie regionale Wettbewerbssituationen bleiben entscheidende Faktoren. Ein Preisrückgang um exakt 17 Cent zum Stichtag ist deshalb nicht automatisch an jeder Station zu erwarten.

Parallel will die Bundesregierung Gespräche mit der Mineralölwirtschaft führen. Spätestens zum 1. Januar 2027 soll ein vorübergehender Spritpreisdeckel eingeführt werden. Konkrete Ausgestaltung, Preisformel und rechtliche Details sind bislang offen. Als Orientierung werden Modelle aus Luxemburg und Belgien genannt.


Tankrabatt ab Oktober 2026
  • Start: geplant ab 1. Oktober 2026
  • Laufzeit: bis 31. Dezember 2026
  • Energiesteuer: minus 14 Cent je Liter für Benzin und Diesel
  • Effekt inklusive Umsatzsteuer: rund 17 Cent je Liter
  • Entlastungsvolumen: rund 2,5 Milliarden Euro
  • Ausblick: Spritpreisdeckel soll spätestens ab 1. Januar 2027 folgen.
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