Shop & Convenience – Die Erfolgsgeschichte von „Elfbar“

Foto: Elfbar

Was sind die Gründe für die fast unglaubliche Erfolgs-Story von „Elfbar“, der weltweit führenden Marke im E-Zigaretten-Segment? Diese und viele andere Fragen beantwortet dieser Beitrag, basierend auf Recherchen sowie einem Interview mit Jacques Li, Director Global Communications.

Dieser Beitrag „Vom Newcomer zum Big Player“ ist am 15. September 2026 in der Oktober-Ausgabe des „tankstelle“-Magazins erschienen.

E-Zigaretten und „Elfbar“ – diese beiden Begriffe sind so eng miteinander verbunden wie Adam und Eva. Mit seiner Top-Marke hat der chinesische Hersteller „iMiracle Technology“ die Branche geradezu revolutioniert. Und ein globales Imperium geschaffen, das seinesgleichen sucht und einen Rekord nach dem anderen aufstellt. Innerhalb kürzester Zeit. Lag der Umsatz von „Elfbar“ 2023 noch bei rund vier Milliarden US-Dollar, war er zwölf Monate später laut Schätzungen – offizielle Zahlen gibt es nicht – schon mehr als doppelt so hoch. Für solche Quantensprünge benötigten traditionelle Tabakunternehmen in der Vergangenheit meist Jahrzehnte.

Die größten Erfolge feiert „Elfbar“ in Großbritannien und Deutschland. „Dort haben wir Marktanteile von mehr als 50 Prozent“, verrät Jacques Li, Director Global Communications. „Auch in Italien, Spanien und Frankreich sind wir gut vertreten.“

Der Weg zum Erfolg

An ein Wunder grenzt die rasante Entwicklung und der kometenhafte Aufstieg von „Elfbar“ auch, weil „iMiracle“ ein Start-up ist. Gegründet wurde die Firma 2018 von Zhang Shengwei, bis dahin kannten diesen Mann allenfalls User von Online-Foren der Vape-Szene als „Wayne“. Diesen Namen benutzt er bis heute. Auch an seinem Auftreten hat sich nichts geändert. Interviews gibt der als äußerst zurückhaltend und bescheiden geltende Unternehmer überhaupt keine. Fotos von ihm mit Anzug und Krawatte? Fehlanzeige. Sofern sich Zhang alias Wayne überhaupt mal blicken lässt, dann in Jeans und mit offenem Hemd.

Im Jahr 2025 betrug der Umsatz von E-Zigaretten in Deutschland laut dem „Bündnis für Tabakfreien Genuss e.V.“ rund 2,4 Milliarden Euro. Im Vergleich zu 2022 entspricht das einem Zuwachs von mehr als 400 Prozent.
Foto: Elfbar

So wie zu jener Zeit, in der er sein Geld noch mit dem Verkauf von Küchengeräten, Klamotten und Gadgets verdiente. Als „eBay“-Händler in Shanghai. Dort diente ihm das Bad seiner Wohnung als Büro. Einen guten Riecher für Geschäfte hatte er aber schon damals.

Die B2B-Plattform „Heaven Gifts“, die Zhang Shengwei 2007 online startete, spielt beim weltweiten Vertrieb von „Elfbar“ nach wie vor eine wichtige Rolle. 2018 zog Zhang Shengwei in die Sonderwirtschaftszone von Shenzhen. Eine südchinesische Metropole, die laut einem UN-Bericht zwischen 1980 und 2010 die am schnellsten wachsende Stadt in der Geschichte der Menschheit war. Heute hat sie 17 Millionen Einwohner und gilt als „Silicon Valley der Vaping-Welt“. Mehr als 90 Prozent aller Hersteller von E-Zigaretten sind dort angesiedelt. Doch weder andere Unternehmen noch Marken aus dieser Branche können „iMiracle“ und „Elfbar“ inzwischen auch nur annähernd das Wasser reichen.

Zudem schaffte es die Firma schon kurz nach ihrer Gründung, dem Vapen ein neues Image zu vermitteln. Denn bis in die späten 2010er Jahre hatte die breite Masse mit der E-Zigarette nicht viel am Hut. Wahrgenommen wurde sie allenfalls als Nischen-Produkt für „Dampfer-Nerds“ oder als verstaubtes Hilfsmittel („Rentner-Taschenlampe“) für ältere Konsumenten, um mit dem Rauchen aufzuhören.

Den Nerv der Zeit getroffen
Jacques Li, Director Global
Communications, „Elfbar“
Foto: Privat

Das änderte sich schlagartig. Durch das Aufkommen von bunten Einweg-E-Zigaretten, die zum coolen Trend-Produkt wurden und einen Vape-Boom auslösten. Maßgeblich angetrieben wurde dies 2018 und 2019 von „Elfbar“. Mit handlichen Disposables, die exakt den Nerv der Zeit trafen. Und einer riesigen Palette an Geschmacksrichtungen – angefangen von exotischen Früchten bis hin zu Gewürz-Aromen. Dies machte die Marke zum Gesicht der Vaping-Branche. Und den Newcomer zum Marktführer.

„Unsere Einweg-Produkte haben in der Anfangsphase vielen erwachsenen Rauchern den Einstieg in das Dampfen erleichtert“, bestätigt Jacques Li. „Weil sie ohne große Erklärung einfach zu nutzen und vergleichsweise kostengünstig waren.“ Kein Knopfdrücken, kein Aufladen. Einfach auspacken und dampfen.

Mit einem derartig schnellen Wachstum habe jedoch selbst „Elfbar“ nicht gerechnet. Den Erfolg der Marke nur auf den anfänglichen Hype – ein Begriff, den Li nicht gerne hört – zurückzuführen, greife aber zu kurz. „Außerdem verstehen wir uns nicht als kurzfristiger Marktteilnehmer, sondern als Unternehmen, das dauerhaft Verantwortung für die Kategorie übernehmen möchte“, betont der „Elfbar“-Manager. „Unsere Philosophie ist auf langfristiges Wachstum und nachhaltige Entwicklung ausgerichtet. Dabei setzen wir auf unsere beiden wichtigsten Säulen: hohe Produktqualität und kontinuierliche Innovationen.“

Dies schaffe Vertrauen und biete Konsumenten ausgezeichnete, zeitgemäße Produkte mit einem konsistenten und überzeugenden Geschmackserlebnis. „Gerade im deutschen Markt spielen solche Aspekte eine wichtige Rolle.“

Die wichtigsten „Elfbar“-Produkte

„Elfa“

  • Geschlossenes Mehrweg-System mit vorbefüllten Pods (2 Milliliter Liquid) in zahlreichen Geschmacksrichtungen, nikotinhaltig (20 Milligramm pro Milliliter) oder nikotinfrei, wiederaufladbarer Akku.
  • Vorteile: Ideal für Einsteiger, einfach zu bedienen, unkomplizierter Sortenwechsel.

„Elfx“

  • Offenes Mehrweg-System mit leeren Pods, die vom Nutzer befüllt werden, wiederaufladbarer Akku.
  • Vorteile: Nachfüllbare Pods, freie Wahl der Liquids, flexible Steuerung der Leistung.

„Elfliq“

  • Speziell auf Mehrweg-Systeme abgestimmte Nikotinsalz-Liquids in vielen Geschmacksrichtungen und zwei Stärken (10 Milligramm pro Milliliter und 20 Milligramm pro Milliliter) zum Nachfüllen der Pods.
  • Vorteile: Hohe Flexibilität, kostengünstig, mit vielen anderen Systemen kompatibel.

Um seiner Philosophie und den steigenden Ansprüchen der Kunden gerecht zu werden, hat „Elfbar“ sein Portfolio in den letzten Jahren konsequent weiterentwickelt. Weg von Einweg-E-Zigaretten, deren Bedeutung generell abgenommen hat, „hin zu hochwertigen, wiederaufladbaren sowie wiederverwendbaren Pod-basierten Systemen“.

Das habe sich bezahlt gemacht. „Derzeit sind 80 Prozent unserer Auslieferung Pod-Produkte.“ Zum einen, weil diese Kategorie Konsumenten das gesamte Nutzungs- und Geschmackserlebnis von „Elfbar“ eröffne, zum anderen wegen ihrer Zuverlässigkeit. Li verweist auf die Aussage eines Berliner Fachhändlers. „Er berichtete uns, dass das ,Elfa Pod-System‘ zu den Artikeln mit der höchsten Wiederverkaufsrate zähle. Zudem gebe es vergleichsweise wenige Reklamationen, zum Beispiel wegen auslaufender Pods oder schwankender Geschmacksqualität.“

Das positive Feedback aus Berlin ist laut Li kein Einzelfall. „Die dauerhaft guten Erfahrungen mit unseren Produkten betrachten wir als wesentlichen Grund für den Erfolg und die Stärke von ,Elfbar‘.“

Kritik am geplanten Verbot
Laut Li unterstütze „Elfbar“ konsequent die Durchsetzung bestehender Vorschriften und klarer Regeln sowie die strenge Alterskontrolle der Kunden, um Verkäufe an Minderjährige auszuschließen.
Foto: Elfbar

Diese Strategie möchte „Elfbar“ auch in Zukunft fortsetzen. „Gleichzeitig bleibt es unser zentrales Ziel, erwachsenen Rauchern attraktive Alternativen zur herkömmlichen Zigarette zu bieten und sie beim Umstieg zu unterstützen.“ Dabei spielten Aromen eine wichtige Rolle.

Deshalb kritisiert Li die derzeitige Diskussion über eine Einschränkung von 13 Inhaltsstoffen, die in Liquids für E-Zigaretten häufig verwendet werden. „Das käme faktisch einem Aromenverbot gleich. Dies würde den illegalen Handel stärken, die Marktaufsicht schwächen und zu Rückschritten im Gesundheitsschutz führen.“

„Elfbar“ setzt dagegen auf eine faktenbasierte Diskussion und einen evidenzbasierten Regulierungsansatz. Auf diese Weise müsse der hohe Anteil illegaler E-Zigaretten stringent eingedämmt werden, der in Deutschland laut mehreren Schätzungen zwischen 40 und 60 Prozent liegt. Das gefährde den Verbraucher- und Jugendschutz, verursache Steuerausfälle und schaffe unfaire Wettbewerbsbedingungen für Unternehmen, die sich an geltende Vorschriften halten. „Diese Herausforderungen können aber Politik, Behörden, Hersteller und Händler nur gemeinsam meistern“, sagt Li.

Fälschungen erkennen

„Darüber hinaus haben wir bereits frühzeitig Systeme zur Rückverfolgbarkeit und Echtheitsprüfung eingeführt.“ Anhand von Hologrammen sowie Sicherheits- und QR-Codes können Verbraucher erkennen, dass die Packung nicht nur den Schriftzug „Elfbar“ trägt, sondern auch das Original-Produkt enthält.

Beim Thema Nachhaltigkeit macht der Marktführer ebenfalls Nägel mit Köpfen. Dabei verlässt sich das Unternehmen nicht nur auf den Rückgang von Einweg-E-Zigaretten. „Auch wiederaufladbare Geräte, Pods und Batterien benötigen funktionierende Strukturen für Rücknahme und Recycling. Daher ist es unser Anspruch, langfristige und nachhaltige Lösungen für die gesamte Branche zu entwickeln.“

Um die Transformation zur E-Zigarette zu beschleunigen und die fast unglaubliche Erfolgs-Story von „Elfbar“ fortzusetzen.

„Elfbar“-Aromen: Topseller 2026
  1. „Dragon Fruit Blackberry“
  2. „Watermelon“
  3. „Blueberry“
  4. „Mix Berries“
  5. „Peach Ice“
  6. „Apple Peach“
  7. „Blackberry Ice“
  8. „Blueberry Snoow“
  9. „Kiwi Passion Fruit Guava“
  10. „Menthol“

Text: Gerhard Hörner

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