
Die Käuferschaft für Elektromobilität wird vielfältiger. Die „EV Charging Persona Study 2026“ von „Uscale“ identifiziert vier unterschiedliche Lade-Personas, die sich unter anderem bei Informationsverhalten, Preissensibilität und Anforderungen an Ladeangebote unterscheiden.
Für die „EV Charging Persona Study 2026“ hat „Uscale“ im Juni 2026 insgesamt 1.016 Fahrer batterieelektrischer Fahrzeuge in Deutschland online befragt. Plug-in-Hybride waren ausgeschlossen. Nach Angaben des Unternehmens zeigt die Untersuchung, dass das bisher verbreitete Bild eines vor allem technikaffinen und ökologisch orientierten E-Auto-Fahrers nur noch einen Teil des Marktes abbildet.
Vier unterschiedliche Ladepersonas
Die Studie unterscheidet vier Käufertypen. Der pragmatische Informationssucher recherchiert intensiv selbst und orientiert sich wenig an Markenversprechen. Der statusorientierte Komfortkäufer legt dagegen Wert auf Marken und Komfortmerkmale. Der entspannte Einsteiger entscheidet stärker aus dem Bauch heraus und vertraut Empfehlungen Dritter. Beim kostenbewussten Alltagsfahrer steht vor allem der Preis im Mittelpunkt.
Laut „Uscale“ unterscheiden sich die Gruppen zudem hinsichtlich Ladehäufigkeit, Infrastrukturbedarf und Preissensibilität. Damit variiere auch ihre Bedeutung für Energieversorger, Ladepunktbetreiber und Automobilhersteller.
Angebote und Kommunikation differenzieren
Für Anbieter bedeutet die zunehmende Ausdifferenzierung, dass ein einheitliches Angebot für alle E-Auto-Fahrer immer weniger geeignet ist. Während einige Nutzer Auto, Wallbox und Ladevertrag aus einer Hand bevorzugen und einer Marke treu bleiben, reagieren andere stärker auf Empfehlungen, eigene Recherche oder den Preis.
„In den Daten spiegeln sich der Hochlauf der Elektromobilität und die damit einhergehende Verschiebung der Käufersegmente“, sagt Dr. Axel Sprenger, Gründer und Geschäftsführer von „Uscale“. „Je breiter der Markt wird, desto weniger trägt das Bild des einen typischen E-Auto-Fahrers. Wer seine Kommunikation und Produkte nicht an dieser Ausdifferenzierung ausrichtet, kommuniziert im schlimmsten Fall an seiner Zielgruppe vorbei und verbrennt Budget bei denen, die am schwersten erreichbar sind.“
Methodisch trennt die Studie zwischen Ladeprofilen, die das tatsächliche Ladeverhalten beschreiben, und Lade-Personas, die Werte, Einstellungen und Präferenzen erfassen. Durch die Verknüpfung beider Ebenen soll sichtbar werden, welche Zielgruppen hinter bestimmten Ladeprofilen stehen.


