
Im Markt für gewerbliche Ladeinfrastruktur steht eine Übernahme bevor: Die „LichtBlick eMobility GmbH“ übernimmt vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Aufsichtsbehörden zum 1. Oktober 2026 den Geschäftskundenbereich der „Mer Germany GmbH“. Wie beide Unternehmen mitteilen, wächst das Portfolio von „LichtBlick eMobility“ dadurch um rund 7.000 Ladepunkte in Deutschland.
Der übernommene Geschäftsbereich soll künftig als 100-prozentige Tochtergesellschaft von „LichtBlick eMobility“ weitergeführt werden. Auch der Standort in München bleibe erhalten. Zum Geschäft gehörten neben einem bestehenden Kundenstamm ein Lösungsportfolio für gewerbliche Ladeinfrastruktur sowie ein erfahrenes Team. „LichtBlick eMobility“ wolle damit insbesondere sein Angebot für die Elektrifizierung von Unternehmensflotten sowie für digitale Energie- und Ladelösungen ausbauen.
Fokus auf Geschäftskunden und Durchleitungsmodell
„Das ‚Mer Business Charging‘-Geschäft findet bei der ‚LichtBlick eMobility GmbH‘ ein neues Zuhause mit einer klaren Perspektive. In der Übergangsphase stehen wir unseren Gewerbekunden weiterhin mit der gewohnten Zuverlässigkeit, Expertise und Servicequalität zur Seite“, sagt Jessica Schneider, Teil der Geschäftsführung von „Mer Germany“.
Die Übernahme schaffe weitere Möglichkeiten, das Angebot weiterzuentwickeln.
Sebastian Ewert, Geschäftsführer von „LichtBlick eMobility“, sieht insbesondere in der zunehmenden Elektrifizierung von Unternehmensflotten weiteres Marktpotenzial. Das Durchleitungsmodell sei dabei ein zentraler Baustein. Ewert werde im Zuge der Übernahme zudem in die Geschäftsführung der neuen Tochtergesellschaft eintreten.
Mehr als 100 Millionen Euro für E-Mobilität geplant
An mehreren Standorten des „QuickCharge“-Ladenetzes bietet „LichtBlick eMobility“ bereits ein Durchleitungsmodell an. Dienstwagenfahrer könnten dadurch ihren Unternehmensstromtarif unterwegs unabhängig vom jeweiligen Ladepunktbetreiber nutzen.
Parallel baut das Unternehmen nach eigenen Angaben die Ladeinfrastruktur für den Schwerlastverkehr aus. Als Teil eines Konsortiums habe „LichtBlick eMobility“ den Zuschlag für 14 öffentliche Standorte in Baden-Württemberg erhalten. Insgesamt seien in den kommenden Jahren Investitionen von mehr als 100 Millionen Euro in Durchleitungsmodelle, Flottenelektrifizierung und Ladeinfrastruktur vorgesehen.


