
Der Kraftstoffanbieter „eFuel Group“ und der Schmierstoffhersteller „Liqui Moly“ haben eine strategische Zusammenarbeit vereinbart. Im Mittelpunkt stehe die Abstimmung synthetischer Kraftstoffe mit modernen Schmierstoffen und Additiven. Zunächst richte sich die Kooperation auf den Motorsport, später seien weitere Anwendungen im Mobilitätsbereich vorgesehen.
„Gemeinsam wollen wir Effizienz, Performance und Motorschutz unter realen Einsatzbedingungen optimieren und einen messbaren Beitrag zur Reduktion von CO₂-Neuemissionen leisten“, sagt Lorenz Kiene, Geschäftsführer der „eFuel Group“.
Bis zu 90 Prozent weniger CO₂-Neuemissionen

Nach Angaben der Unternehmen können E-Fuels abhängig von Rohstoffbasis und Lieferkette über den gesamten Lebenszyklus bis zu 90 Prozent weniger CO₂-Neuemissionen verursachen als fossile Kraftstoffe. Bei ihrer Herstellung werde bereits vorhandenes CO₂ genutzt.
„Liqui Moly“ gehe davon aus, dass künftig unterschiedliche Antriebssysteme nebeneinander bestehen würden. E-Fuels könnten dabei eine wichtige Rolle spielen, da sie in heutigen Verbrennungsmotoren einsetzbar seien und die weitere Nutzung des Fahrzeugbestands ermöglichten. Weltweit seien rund 1,4 Milliarden Verbrenner im Einsatz.
Bestehendes Tankstellennetz nutzbar
Als weiteren Vorteil nennt die „eFuel Group“ die vorhandene Infrastruktur. Das bestehende Tankstellennetz könne auch für synthetische Kraftstoffe genutzt werden. E-Fuels könnten fossile Kraftstoffe ersetzen.
Zugleich wollen die Partner untersuchen, wie Kraftstoff, Motoröl und Additive besser aufeinander abgestimmt werden können. Dünnflüssige Motoröle könnten Reibungsverluste verringern und den Wirkungsgrad verbessern.
„Je besser die beiden flüssigen Komponenten aufeinander abgestimmt sind, desto geringer der Verbrauch“, so Kiene.


