
Zum zehnjährigen Bestehen überarbeitet der Mehrweganbieter „Recup“ seinen Markenauftritt und erweitert sein Sortiment. Für die rund 20.000 Partnerbetriebe sollen die Rückgabelogik, der monatliche Nutzungsbeitrag und die Abläufe am Point of Sale unverändert bleiben. Neues und bisheriges Design könnten parallel im Mehrwegsystem eingesetzt werden, ein Austausch vorhandener Produkte sei nicht erforderlich.
Das Unternehmen wolle bekannte Markenelemente wie den mintfarbenen Farbton bewusst beibehalten. Laut einer Umfrage von „Civey“ könnten 44 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer die Farbe sicher der Marke zuordnen. Das bisherige Kreis-Logo werde durch einen Schriftzug ersetzt. Hinzu kämen der Claim „there you go“ und das Gestaltungselement „Smile“.
„Für unsere Partnerbetriebe heißt das vor allem: mehr Wiedererkennung am POS, ohne dass sich am Ablauf etwas ändert“, sagt Geschäftsführer Philipp Goos.
Die Marke solle künftig weniger als nachhaltige Alternative und stärker als selbstverständlicher Bestandteil alltäglicher Verzehrmomente wahrgenommen werden.
Einheitliche Produktnamen und neue Behälter

Auch die Produktbezeichnungen werden vereinheitlicht. Künftig heiße es „Recup“-Becher, „Recup“-Bowls und „Recup“-Pizzabox. Die bisherige Unterscheidung zwischen „Recup“ und „Rebowl“ entfalle. Als erstes Produkt erscheine der 300-Milliliter-Becher im neuen Design. Weitere Produkte und Stadteditionen sollen schrittweise folgen.
Das Sortiment werde zudem um eine eckige Bowl mit zwei Kammern sowie eine Pizzabox mit 33 Zentimetern Durchmesser ergänzt. Die Bowl sei aufgrund ihres Volumens und ihrer Aufteilung unter anderem für Hauptgerichte mit verschiedenen Beilagen vorgesehen. Die Pizzabox solle unterschiedliche Pizzaformen und Zubereitungsarten aufnehmen können.
QR-Codes für Auswertung und Rückgabe
Schrittweise werde das gesamte Portfolio serialisiert. Neue Produkte seien mit individuellen QR-Codes ausgestattet. Bereits eingesetzte Behälter sollen bei einer Rücksendung an „Recup“ nachgerüstet werden. Damit bereite sich das Unternehmen nach eigenen Angaben auf regulatorische Anforderungen der europäischen Verpackungsverordnung PPWR vor.

Die Codes könnten außerdem in Kassensysteme eingelesen werden und präzisere Auswertungen ermöglichen. Weitere Einsatzmöglichkeiten sehe „Recup“ bei Gewinnspielen und automatisierten Rückgabelösungen, wie sie bereits in der Betriebsgastronomie und bei Projekten im öffentlichen Raum eingesetzt würden.
Begleitet werde die Neuausrichtung von einer Tour durch Berlin, Hamburg, Potsdam, Köln, München und Stuttgart. Geplant seien eine mobile Kaffeebar sowie Veranstaltungen mit lokalen Partnern.


