
Seit Ende 2025 ist in Damme die Waschstraße „Mr Clean Carwash“ in Betrieb. Die Anlage setzt auf ein mehrstufiges System zur Aufbereitung des Waschwassers und führt nach Angaben der Projektbeteiligten rund 85 Prozent des Abwassers in den Kreislauf zurück. Pro Fahrzeug werden einschließlich Vorreinigung etwa 370 Liter Wasser benötigt. Durch die Wiederverwendung soll der Frischwasserbedarf deutlich sinken.
Neun unterirdische Behälter für die Vorbehandlung
Für die technische Umsetzung wurden insgesamt neun unterirdische Behälter von „3A Wassertechnik“ installiert. Sie dienen als Absetz-, Belebungs- und Speicherbecken. Das Brauchwasser gelangt zunächst über einen Verteilerschacht in zwei parallel geschaltete Schlammfänge mit jeweils 10.000 Litern Volumen. Dort setzen sich Sedimente ab, während Tauchbögen Leichtstoffe wie Mineralölreste oder Abrieb zurückhalten.



Anschließend wird das Wasser in einem Belebungsbehälter belüftet. Der eingebrachte Sauerstoff unterstützt den mikrobiellen Abbau verbliebener Schadstoffe. Danach durchläuft das vorgereinigte Wasser ein Entnahmebecken und eine Quarzkiesfilteranlage. Das so aufbereitete Wasser wird schließlich in einen belüfteten Brauchwasservorlagetank geleitet und von dort erneut der Waschstraße zugeführt.
Abscheider für SB-Boxen
Für die SB-Waschboxen wurde zudem eine Anlage zur Begrenzung von Kohlenwasserstoffen nach DIN 1999-100 eingebaut. Sie soll mineralische Leichtflüssigkeiten aus dem Abwasser zurückhalten. Bei der Konstruktion wurde nach Unternehmensangaben auf gute Zugänglichkeit zu Einbauteilen und Messstellen geachtet, um Eigenkontrollen und Wartungsarbeiten zu erleichtern.


Die maschinentechnische Ausstattung zur Kreislaufführung des Wassers stammt von „Otto Christ“. Die Bauarbeiten erstreckten sich von März 2024 bis Dezember 2025. Das Gesamtprojekt wurde von „Borgerding Bauunternehmen“ umgesetzt, den Einbau des Beckensystems und der Versorgungsleitungen übernahm „Gabau“. „3A Wassertechnik“ gehört seit 2024 gemeinsam mit „3A Beton“ zur Unternehmensgruppe „Berding Beton“.


