
Der Augsburger Waschanlagenhersteller „WashTec“ hat die ersten sieben elektrisch angetriebenen Servicefahrzeuge in seine Flotte aufgenommen. Mit dem Pilotprojekt will das Unternehmen prüfen, wie sich E-Transporter unter realen Bedingungen in den technischen Außendienst integrieren lassen. Bis 2030 soll die deutsche Serviceflotte vollständig elektrifiziert werden.
Im Mittelpunkt der Erprobung stehen Einsatzzeiten, Reichweiten, Ladevorgänge und die Einbindung der Fahrzeuge in bestehende Serviceprozesse. Nach Angaben von Serviceleiter Torsten Becher erfüllen die Transporter in den ersten Wochen die Anforderungen des täglichen Betriebs. Das Unternehmen wolle das Projekt jedoch weiterhin eng begleiten und zusätzliche Erkenntnisse zur Ladeinfrastruktur und Praxistauglichkeit gewinnen.
Pilotversuche als Grundlage
Bereits im vergangenen Jahr hatte „WashTec“ verschiedene Tests mit elektrischen Transportern durchgeführt. Auf Basis der dabei gewonnenen Erfahrungen wurden nach Unternehmensangaben die Voraussetzungen für den regulären Einsatz geschaffen. Die nun eingesetzten Fahrzeuge sollen zeigen, unter welchen Bedingungen eine schrittweise Ausweitung auf weitere Serviceregionen möglich ist.
Die Elektrifizierung der Flotte ist Teil eines umfassenderen Transformationsplans. Bis 2040 will „WashTec“ nach eigenen Angaben CO₂e-frei wirtschaften. Neben der Umstellung des Fuhrparks setzt das Unternehmen unter anderem auf nachhaltigere Heizsysteme, eine höhere Energieeffizienz und den Ausbau eigener Photovoltaikanlagen.
Emissionen seit 2019 gesenkt
Bis Ende 2025 habe „WashTec“ seine CO₂e-Emissionen gegenüber 2019 um 34 Prozent reduziert. Damit sei das selbst gesetzte Zwischenziel von 30 Prozent übertroffen worden.
„Die bisherigen Ergebnisse bestätigen unseren eingeschlagenen Weg“, sagt Umweltbeauftragter Simon Gail.
Auch Fuhrparkleiter Marcus Tietze sieht weiteres Potenzial: „Wir sehen großes Potenzial in der Elektromobilität und werden diesen Bereich konsequent weiterentwickeln.“ Wie schnell weitere E-Fahrzeuge beschafft werden, dürfte von den Ergebnissen des laufenden Praxistests sowie von der verfügbaren Ladeinfrastruktur an den jeweiligen Einsatzorten abhängen.


