
Seit dem 1. Juli 2026 gelten neue Rücknahmepflichten für elektronische Zigaretten und Tabakerhitzer. Vor diesem Hintergrund startet die „Philip Morris GmbH“ gemeinsam mit der „Stiftung GRS Batterien“ und der „GRS Service GmbH“ das Pilotprojekt „LiLA II“ im Großraum München. Ziel ist es, ein praxistaugliches Rücknahmesystem im Handel zu erproben und die fachgerechte Sammlung von Elektrokleinstgeräten mit fest verbauten Lithiumbatterien zu verbessern.
Solche Geräte, zu denen neben E-Zigaretten und Tabakerhitzern auch elektronische Glückwunschkarten, Kopfhörer oder blinkende Werbeartikel zählen können, werden laut Mitteilung häufig nicht korrekt entsorgt. Fehlwürfe stellen demnach ein Sicherheitsrisiko dar.
Pilot im Großraum München
Das auf zwölf Monate angelegte Projekt testet ein Sammel- und Rücknahmesystem in ausgewählten Verkaufsstellen. Im Mittelpunkt stehen die praktische Umsetzbarkeit, die Akzeptanz bei Handel und Verbrauchern sowie die Frage, ob sich bestehende Strukturen für eine mögliche bundesweite Skalierung weiterentwickeln lassen. Begleitet wird das Projekt durch Informationen für Händler und Verbraucher, damit klar erkennbar ist, wo und wie Geräte zurückgegeben werden können.
Dr. Julia Hobohm, Geschäftsführerin der „GRS Service GmbH“, sagt dazu: „Vor dem Hintergrund steigender Mengen lithiumbatteriehaltiger Produkte gewinnt die sichere Sammlung von Elektrokleinstgeräten zunehmend an Bedeutung. Mit unserem ‚LiLA Sammelsystem‘ wird im Raum München eine zukunftsfähige Lösung erprobt und weiterentwickelt. Wir freuen uns, dass die ‚Philip Morris GmbH‘ und ihre Handelspartner an Bord sind. Nur so kann ernstgenommene Herstellerverantwortung funktionieren!“
Das „bifa Umweltinstitut GmbH“ begleitet das Pilotprojekt wissenschaftlich. Erhoben werden unter anderem Daten zu Sammelmengen sowie zur Zusammensetzung und zum Zustand der zurückgegebenen Geräte. Die Ergebnisse sollen regelmäßig ausgewertet und veröffentlicht werden. Sie können als Grundlage für die Weiterentwicklung des Systems und eine Ausweitung auf weitere Rücknahmestellen dienen, etwa in der Gastronomie oder an Hochschulen. Ergänzend wird ein projektbegleitender Beirat mit externen Fachleuten für Nachhaltigkeit aufgebaut.


