Uscale – Studie: Lademarkt für Flotten bleibt umkämpft

Foto: Uscale

Viele Unternehmen in Deutschland beschäftigen sich weiter mit der Elektrifizierung ihrer Fuhrparks, gehen Investitionen aber mit Blick auf technische Entwicklungen und wirtschaftliche Risiken schrittweise an. Das zeigt die „Fleet Charging Study 2026“ von „Uscale“. Für die Untersuchung wurden im April 2026 insgesamt 1.213 Fuhrparkentscheider aus Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größenklassen in Deutschland befragt.

Demnach verlieren hohe Fahrzeugkosten als Hinderungsgrund an Bedeutung. Während sie 2024 noch von 52 Prozent der Unternehmen genannt wurden, die ihre Flotten bislang nicht elektrifizieren, sind es in der aktuellen Erhebung 29 Prozent. Als wichtigsten Grund für Zurückhaltung nennen die Befragten derzeit andere Prioritäten im Unternehmen. Dieser Anteil liegt bei 41 Prozent.

Gleichzeitig verfolgen 56 Prozent der Unternehmen, die bereits an der Elektrifizierung arbeiten, nach eigenen Angaben eine langfristige Strategie. Rund die Hälfte der befragten Unternehmen investiert jedoch nur schrittweise.

„Die Flotten stehen zur Elektrifizierung. Sie gehen den Weg mit klaren Zielen an, aber mit dem nötigen Augenmaß für Investitionsrisiken und technologische Dynamik“, sagt Dr. Axel Sprenger, Gründer und Geschäftsführer von „Uscale“.

Depot-Laden und IT-Systeme

Beim Depot-Laden bauen Unternehmen laut Studie sowohl AC- als auch DC-Ladelösungen aus. Dies gilt unabhängig von Unternehmensgröße und Fahrzeugmix. Als wichtigstes Entscheidungskriterium bei der Wahl der passenden Lösung nennen die Befragten die Erweiterbarkeit, gefolgt von technischen Funktionen und Systemschnittstellen.

Auch in der betrieblichen IT-Struktur zeigen sich Veränderungen. Während 2024 noch das Fuhrpark-Managementsystem stärker im Mittelpunkt stand, gewinnt die Lademanagement-Software an Bedeutung. 44 Prozent der Befragten wollen das Lademanagement-System an das Fuhrpark-Managementsystem anbinden, bei großen Unternehmen sind es 56 Prozent. 21 Prozent bevorzugen den umgekehrten Weg, 22 Prozent zwei getrennte Lösungen.

„Lademanagement rückt ins Zentrum der betrieblichen IT-Architektur. Das eröffnet den Anbietern aus dem Lademarkt viele Chancen“, sagt Sprenger.

Öffentliches Laden bleibt umkämpft

Beim öffentlichen Laden liegen Akzeptanz-Netzwerke, Mineralölunternehmen und Ladepunktbetreiber in der Nutzungspräferenz mit Anteilen zwischen 25 und 28 Prozent eng beieinander. OEM-Roaming-Angebote kommen auf zehn Prozent. Preis und Netzabdeckung sind laut Studie die wichtigsten Auswahlkriterien. Während Akzeptanz-Netzwerke vor allem bei der Systemintegration Vorteile haben, punkten Ladepunktbetreiber beim Preis.

Sprenger ordnet ein: „Der Markt um den Ladestrom unterwegs ist noch lange nicht entschieden. Es muss sich zeigen, ob sich die aus der Tankkartenwelt bekannten Strukturen auch beim Laden durchsetzen können.“

Bei der Entwicklung des Fragebogens und der Rekrutierung von E-LKW-Fahrern wurde „Uscale“ von „eTrucker“ unterstützt.

www.uscale.digital

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