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Nach dem Auslaufen des Tankrabatts fordert der „Mittelstandsverband abfallbasierter Kraftstoffe“ (MVaK) Maßnahmen, um Preisschwankungen an den Zapfsäulen künftig abzufedern, ohne den Bundeshaushalt zusätzlich zu belasten. Aus Sicht des Verbandes könnte ein verstärktes Angebot von B10-Diesel an Tankstellen einen wichtigen Beitrag leisten.
B10 ist herkömmlicher Dieselkraftstoff mit einem Biodieselanteil von bis zu zehn Prozent. Nach Angaben des MVaK könnte ein höherer Biodieselanteil preisdämpfend wirken und gleichzeitig die Versorgungssicherheit stärken, die heimische Wertschöpfung fördern sowie den Klimaschutz unterstützen.
„Würde herkömmlichem Diesel mehr Biodiesel beigemischt, hätte dies eine preisdämpfende Wirkung. In den vergangenen Wochen hätte ein B10 bis zu 3 Cent/Liter günstiger angeboten werden können als ein B7. Der Preisvorteil könnte in den kommenden Jahren wachsen, sollte die CO2-Abgabe auf fossile Kraftstoffe weiter steigen. Ein Wegfall der Energiebesteuerung von Biokraftstoffen, wie von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer gefordert, würde B10 gegenüber B7 zusätzlich um rund 1,5 Cent/Liter attraktiver machen“, erklärt MVaK-Geschäftsführer Detlef Evers.
Reform könnte B10-Angebot deutlich erleichtern
Nach Ansicht des Verbandes steht einer breiteren Einführung von B10 derzeit vor allem die sogenannte Schutzsortenregelung in der 10. Bundes-Immissionsschutzverordnung (10. BImSchV) entgegen. Diese verpflichtet Tankstellen, B7 als Standardsorte anzubieten. Eine Reform dieser Regelung könnte das B10-Angebot deutlich erleichtern.
„Viele Fahrzeuge auf Deutschlands Straßen sind bereits zukunftstauglich und könnten problemlos B10 tanken. Die Bundesregierung hat es in der Hand, Verbrauchern den Zugang zu B10 zu erleichtern, indem sie die nicht mehr zeitgemäße Schutzsortenregelung schnellstmöglich reformiert“, so Evers.
Der MVaK verweist zudem auf die Produktionskapazitäten in Deutschland: Mit einer jährlichen Biodieselproduktion von rund vier Millionen Tonnen könnten etwa zwölf Prozent des heimischen Dieselbedarfs gedeckt werden. Das entspreche einer rechnerischen Dieselversorgung für rund 44 Tage. Biodiesel aus Abfall- und Reststoffen reduziere die Treibhausgasemissionen gegenüber fossilem Diesel um rund 90 Prozent, so der Verband.


