Shell Deutschland – „HoLa“-Netz schafft durchgängigen Schnellladekorridor für E-Lkw zwischen Ruhrgebiet und Berlin

Bei der Einweihung der Hochleistungs-Ladestation in Lehr bei Helmstedt: Conrad Mummert, Leiter von Shell Business Recharge Solutions; Lena Kappler, Fraunhofer ISI; Dr. Götz von Esebeck, Traton SE; Florian Glattes, General Manager Mobility DACH; Dr. Claudia Elif Stutz, Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium; Melanie Falkenstern, Leiterin von Fleet Solutions DACH; Sascha Hähnke, Remondis Sustainable Services (v.l.n.r.).
Foto: Shell Deutschland

Mit der Inbetriebnahme einer Hochleistungs-Ladestation an der „Shell“-Station in Lehre bei Helmstedt ist das Projekt „HoLa“ (Hochleistungsladen im Lkw-Fernverkehr) einen wichtigen Schritt vorangekommen. Erstmals steht damit ein zusammenhängendes Netz aus fünf Hochleistungs-Ladestandorten entlang der Strecke Ruhrgebiet–Berlin zur Verfügung. Ziel des Projekts ist es, die Praxistauglichkeit batterieelektrischer Lkw im Fernverkehr nachzuweisen und den Ausbau der Ladeinfrastruktur für schwere Nutzfahrzeuge voranzutreiben.

Zum Netzwerk gehören die Standorte Lehre, Lipperland Süd bei Bielefeld, Hamm-Rhynern, Dortmund sowie Wustermark bei Berlin, das in Kürze in Betrieb gehen soll. Die Ladeinfrastruktur basiert auf dem „Megawatt Charging System“ (MCS) und ermöglicht Ladeleistungen von bis zu 1,2 Megawatt. Damit sollen E-Lkw während der gesetzlich vorgeschriebenen Fahrerpause ausreichend Energie für mehrere hundert Kilometer Reichweite nachladen können.

„Für den Markthochlauf von E-Lkw im Güterverkehr ist entscheidend, dass diese verlässlich und schnell geladen werden können“, erklärte Staatssekretärin Dr. Claudia Elif Stutz aus dem Bundesministerium für Verkehr. „Der fertige MCS-Korridor zwischen dem Ruhrgebiet und Berlin demonstriert nun, dass Speditionen mit dem Einsatz von E-Lkw noch wirtschaftlicher und flexibler sind.“

Die Infrastruktur muss stimmen

Auch „Shell“ sieht in dem Projekt einen wichtigen Meilenstein. „Mit ‚HoLa‘ wird die Zukunft des Güterverkehrs konkret sichtbar: Elektrische Lkw können heute bereits im Fernverkehr eingesetzt werden – vorausgesetzt, die Infrastruktur stimmt“, sagte Florian Glattes, General Manager des Mobility-Geschäfts von „Shell“ in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zwei der fünf Standorte – Lehre und Wustermark – werden von „Shell“ betrieben. Die Ladeinfrastruktur wurde von der „Shell“-Tochter SBRS entwickelt und installiert.

Im Rahmen der Eröffnung wurde ein Megawatt-Ladevorgang live demonstriert. Die Technologie von „Shell Business Recharge Solutions“ soll es ermöglichen, schwere Elektro-Lkw innerhalb der vorgeschriebenen Ruhezeiten schnell wieder einsatzbereit zu machen.

Das Projekt wird mit rund zehn Millionen Euro durch das Bundesministerium für Verkehr gefördert. Die wissenschaftliche Koordination liegt beim „Fraunhofer ISI“, beteiligt sind insgesamt 13 Partner aus Industrie, Energieversorgung, Infrastruktur und Forschung.

„Mit der Inbetriebnahme in Lehre bringen wir leistungsfähiges Megawattladen in den realen Kundeneinsatz“, betonte Melanie Falkenstern, Leiterin „Shell Fleet Solutions DACH“. „Für unsere Flottenkunden ist das ein entscheidender Schritt, um Elektromobilität im Fernverkehr wirtschaftlich nutzbar zu machen.“


www.shell.de

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