DVFG — Tankrabatt: Forderung nach Gleichbehandlung aller Kraftstoffe

Jobst Dietrich Diercks, Vorsitzender des „Deutschen Verbandes Flüssiggas e.V. (DVFG)“.
Foto: „Deutscher Verband Flüssiggas e.V. (DVFG)“

Der „Deutsche Verband Flüssiggas“ meldet sich mit klarer Kritik am geplanten Energiesofortprogramm von Union und SPD zu Wort: Die vorgesehene temporäre Senkung der Energiesteuer für Kraftstoffe dürfe nicht allein Diesel und Benzin zugutekommen.

Autogas-Fahrer sollen nicht leer ausgehen

„Die Senkung der Energiesteuer für Kraftstoffe ist richtig. Sie darf jedoch nicht auf Diesel und Benzin beschränkt bleiben, sondern muss – wie bereits in der Energiekrise 2022 – auch für Autogas (LPG) gelten“, erklärte Jobst Diercks vom „Deutschen Verband Flüssiggas“.

Der Verband verweist darauf, dass vor allem Berufspendler und Autofahrer im ländlichen Raum auf Autogas angewiesen seien – Menschen, die häufig weder im Homeoffice arbeiten können noch ausreichend Zugang zum öffentlichen Nahverkehr haben. Diercks hält eine selektive Entlastung einzelner Kraftstoffe für sachlich nicht gerechtfertigt.

Er betont: „Autofahrer müssen unabhängig vom genutzten Kraftstoff vor finanzieller Überlastung geschützt werden.“

Was ist Flüssiggas (LPG)?

Flüssiggas – nicht zu verwechseln mit verflüssigtem Erdgas (LNG) – besteht aus Propan, Butan und deren Gemischen und wird bereits unter geringem Druck flüssig. Der Energieträger gilt als CO₂-reduziert und schadstoffarm. Erneuerbare Varianten stehen als biogenes Flüssiggas sowie künftig als Dimethylether (rDME) zur Verfügung. Eingesetzt wird Flüssiggas in Heizung, Industrie, Landwirtschaft, im Freizeitbereich – und eben als Kraftstoff.

www.dvfg.de

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