Westfalen AG – Mittelstand fordert mehr Klarheit für wirtschaftlich tragbare Klimawende

In seinem Vortrag ging Dr. Perkmann auf verschiedene Herausforderungen bei der Erreichung der Klimaziele ein und nahm dabei vor allem die Politik in die Pflicht, aktuelle
Rahmenbedingungen zu überdenken.
Foto: „gadplan“/“Westfalen AG“

Beim Führungstreffen Energie im Rahmen der „E-World“ in Essen bewertet Dr. Thomas Perkmann, CEO der „Westfalen AG“, den Stand der Klima- und Energiewende im deutschen Mittelstand. Die „Westfalen AG“ versorgt rund 70.000 Gewerbekunden mit Industriegasen, Kraftstoffen sowie Wärmeenergie. Dr. Perkmann stellt fest: „Das Vertrauen des Mittelstands in eine klimafreundliche Politik ist gesunken“.

Der Mittelstand trage maßgeblich zu einer erfolgreichen Klima- und Energiewende der deutschen Wirtschaft bei, jedoch haben kleine sowie mittlere Unternehmen Schwierigkeiten, in klimafreundliche Technologien zu investieren und ihre Geschäftsmodelle entsprechend auszurichten, erklärt Dr. Thomas Perkmann. Es fehle an Planungssicherheit, wettbewerbsfähigen Energiekosten sowie verlässlichen und langfristigen Rahmenbedingungen.

Mehr Klarheit und Verlässlichkeit gefordert

„Unsichere politische Rahmenbedingungen, fehlende Planungssicherheit und zu komplexe Förderprogramme hemmen Investitionsentscheidungen. Hinzu kommen eine geringe Zahlungsbereitschaft für klimafreundliche Produkte sowie die weiterhin hohe Wettbewerbsfähigkeit fossiler Technologien. Diese Kombination ist Gift für den Hochlauf nachhaltiger Lösungen“, betont der Vorstandsvorsitzende.

Die „Westfalen AG“ musste ihre Transformationsziele an das aktuelle Marktgeschehen anpassen, da die Entwicklung in einigen Bereichen – insbesondere beim Wasserstoff – langsamer verlaufe als erhofft. Optimistischer zeigt sich Dr. Perkmann jedoch im Hinblick auf Elektromobilität im Pkw-Segment, „bei schweren Nutzfahrzeugen ist der technologische Pfad hingegen noch offen“ erklärt der CEO.

Auch in der Energieversorgung spiele Elektrifizierung eine Schlüsselrolle: „Mit der Wärmepumpe steht eine effiziente und klimafreundliche Technologie zur Verfügung. Nach einer leichten Markterholung im vergangenen Jahr zeigen sich aktuell jedoch erneut Verunsicherungen – ausgelöst durch die politische Diskussion um das Gebäudeenergiegesetz. Dadurch wird vorhandenes Potenzial wieder gebremst.“

www.westfalen.com

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