Deloitte – Preis wichtigstes Kriterium beim Autokauf

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Der Preis ist das wichtigste Kriterium beim Autokauf – dies zeigt die weltweit repräsentative Konsumentenbefragung „Global Automotive Consumer Study 2026“, durchgeführt von „Deloitte“. Weiterhin wurde festgestellt, dass das Interesse an elektrisch betriebenen Fahrzeugen in Deutschland zunimmt. Dabei gaben mehr als 28.500 Konsumenten (darunter 1.500 aus Deutschland) aus insgesamt 27 Ländern im vergangenen Oktober und November Auskunft über ihre Präferenzen in Bezug auf Autos und den Autokauf.

Der Preis gibt den Ton an

In Deutschland gaben 54 Prozent der Verbraucher, also mehr als die Hälfte, an, dass der Preis das wichtigste Kriterium beim Autokauf sei. Jeder vierte Befragte (25 Prozent) möchte bei der Anschaffung des nächsten Autos weniger als 15.000 Euro ausgeben (2025: 22 Prozent). Ein Budget zwischen 15.000 und 50.000 Euro plant mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) ein – im Jahr zuvor waren es noch 58 Prozent. Immerhin 12 Prozent der Verbraucher sind bereit, 50.000 Euro oder mehr zu investieren (2025: 15 Prozent). Vor dem Kauf stellt sich die Frage, ob alt oder neu. 57 Prozent der Befragten planen, einen Gebrauchtwagen zu kaufen (2025: 54 Prozent), während in diesem Jahr 43 Prozent planen sich einen Neuwagen zuzulegen (2025: 46 Prozent).

„In Deutschland werden die Verbraucher preissensibler. Bei unserer Befragung gaben im Vergleich zum vergangenen Jahr mehr Menschen an, einen Gebrauchtwagen erwerben zu wollen, während die Zahlungsbereitschaft im Premiumsegment sinkt. Um den Neuwagenabsatz zu steigern, dürfen die Fahrzeugpreise nicht weiter steigen.“, erklärt Dr. Harald Proff, Leiter des Automobilsektors bei Deloitte.

Produktqualität, Fahrzeugeigenschaften und Marken

Kaufkriterien wie die Produktqualität (50 Prozent) und die Markenbekanntheit (39 Prozent) sind für die Verbraucher in Deutschland weniger entscheidend. Fahrzeugeigenschaften, wie beispielsweise der Kraftstoffverbrauch und die Reichweite der Batterie liegt hierzulande auf Platz 5 mit 34 Prozent. In den für die deutsche Autoindustrie wichtigen Auslandsmärkten – China, USA und Großbritannien – liegen die Fahrzeugeigenschaften hingegen unter den Top 3.

Hinsichtlich der Marke von Elektrofahrzeugen planen 45 Prozent der Befragten in Deutschland zu einer anderen Marke zu wechseln. Anders sieht es in den Märkten China (72 Prozent), Indien (70 Prozent) und Südostasien (67 Prozent) aus.

Das Interesse steigt leicht an

Elektrifizierte Autos werden beliebter: 39 Prozent der deutschen Konsumenten würden beim nächsten Kauf einen Stromer statt einen Verbrenner in Betracht ziehen. 16 Prozent (2025: 14 Prozent) bevorzugen ein Elektroauto, 10 Prozent ein Plug-In-Hybridfahrzeug (2025: 9 Prozent) und 14 Prozent ein Hybridfahrzeug (2025: 12 Prozent). Auch bei den Kaufabsichten steigt das Interesse an elektrifizieren Autos an: 49 Prozent der Befragten bevorzugen einen Verbrenner, im vergangen Jahr waren es noch 53 Prozent. In den großen Absatzmärkten hingegen sieht dies etwas anders aus – in China würden sich mehr als die Hälfte, und zwar 56 Prozent für ein mit Strom betriebenes Fahrzeug (BEV, Plug-In- und Hybridauto) entscheiden, während es in Großbritannien 49 Prozent und in den USA nur 33 Prozent der Verbraucher sind. Dr. Harald Proff betont, dass Elektromobilität die beherrschende Antriebsart werden würde. Zudem werde die geplante Kaufprämie dies zusätzlich bestärken, während er Unternehmen dazu anhält, die Transformation aktiv voranzutreiben.

Das Laden zu Hause

Ein letzter, aber entscheidender Punkt, ist das Laden zu Hause. Der insgesamte Ausbau der Ladeinfrastruktur, aber besonders die Lademöglichkeit nahe des Eigenheims stellen ausschlaggebende Faktoren dar. Bereits 74 Prozent der Elektroauto-Fahrer verfügen bereits über eine Lademöglichkeit zu Hause. 61 Prozent der Kaufinteressierten in Deutschland bevorzugen einen Ladevorgang daheim. Öffentliche Ladestationen erhalten 26 Prozent, und das Laden am Arbeitsplatz erhält nur 13 Prozent. Die Beliebtheit des Ladens daheim liegt besonders darin, dass die Stromkosten zu Hause in aller Regel günstiger ausfallen als beim öffentlichen Laden. Zudem seien die Kosten von Anbieter zu Anbieter oftmals sehr unterschiedlich. Dr. Harald Proff betont daher, dass Unternehmen sowie Politik hier nachbessern und für mehr Preistransparenz sorgen müssen – so wird der Umstieg auf ein elektrisches Fahrzeug schließlich attraktiver.

www.deloitte.com/de

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