
Der Schmierstoffmarkt durchläuft 2025 eine Phase struktureller Neuordnung. Standardisierte Produkte verlieren an Bedeutung, während technisch spezialisierte Schmierstoffe stärker nachgefragt werden. Treiber dieser Entwicklung sind strengere Emissionsvorgaben, veränderte Herstellerspezifikationen sowie der zunehmende Anteil elektrifizierter Antriebe.
Insbesondere synthetische Schmierstoffe mit niedriger Viskosität sowie Produkte für Hybrid- und Elektrofahrzeuge gewinnen an Relevanz. Gleichzeitig verlagern sich Volumina in höherwertige Segmente, während Effizienzanforderungen und CO₂-Ziele zunehmend Einfluss auf Preis- und Produktstrukturen nehmen.
Technologische Anforderungen steigen
Schmierstoffhersteller richten ihre Entwicklungsarbeit verstärkt an konkreten Anwendungsszenarien und Herstellervorgaben aus. Der Fokus liegt auf Produkten, die sowohl Effizienzpotenziale im Verbrennungsmotor ausschöpfen als auch den spezifischen Belastungen hybrider Antriebe gerecht werden. Parallel dazu wächst der Bedarf an sogenannten E-Fluids, etwa für Thermomanagement oder Getriebesysteme in Elektrofahrzeugen.
Gleichzeitig bleibt der bestehende Fahrzeugbestand ein relevanter Faktor. Die Vielfalt an Antriebskonzepten und Fahrzeuggenerationen erfordert weiterhin kompatible Lösungen für ältere Motorentechnologien. Ergänzend rücken alternative Kraftstoffe wie Wasserstoff, Ethanol oder biobasierte Varianten in den Fokus, da sie neue Anforderungen an Schmierstoffe und Additivtechnologien stellen.
Nachhaltigkeit wird zum Wettbewerbsfaktor
Neben technologischen Aspekten gewinnt Nachhaltigkeit entlang der Wertschöpfungskette an Bedeutung. Der Einsatz von Rohstoffen mit reduziertem CO₂-Fußabdruck, wiederaufbereiteter Grundöle sowie alternative Verpackungskonzepte werden zunehmend Teil der Produkt- und Prozessstrategien. Auch Prüf- und Entwicklungsprozesse stehen verstärkt unter Effizienz- und Energiegesichtspunkten.
Parallel dazu verändern neue Mobilitäts- und Nutzungsmodelle die Nachfrage. Der wachsende Anteil gesteuerter Fahrzeuge in Flotten-, Leasing- und Abo-Modellen erhöht den Fokus auf Betriebskosten, Wartungsintervalle und Versorgungssicherheit. Schmierstoffkonzepte müssen dabei sowohl wirtschaftlichen Anforderungen als auch einer steigenden Komplexität an OEM-Spezifikationen gerecht werden.
„Petronas“ reagiert auf Marktwandel
Vor diesem Hintergrund richtet „Petronas Lubricants International“ (PLI) sein Produkt- und Lösungsangebot an den aktuellen Marktanforderungen aus. Das Portfolio umfasst sowohl Schmierstoffe für moderne Hybrid- und Elektroanwendungen als auch Produkte für den bestehenden Fahrzeugbestand. PLI bleibt seiner Verantwortung gegenüber älteren Fahrzeugmodellen treu und bietet mit Produktreihen wie „Petronas Syntium X“ passende Lösungen für eine breite Fahrzeugpalette.
Ergänzend entwickelt „Petronas“ E-Fluids, hybridoptimierte Schmierstoffe sowie Lösungen für alternative Kraftstoffe weiter und begleitet neue regulatorische und technische Entwicklungen in enger Abstimmung mit Herstellerspezifikationen. Nachhaltigkeitsthemen wie Rohstoffauswahl, Verpackungskonzepte und Prozesseffizienz sind dabei integraler Bestandteil der laufenden Produkt- und Entwicklungsarbeit.
PLI begegnet dem Anspruch nach Nachhaltigkeit durch den Einsatz pflanzlicher und biogener Rohstoffe mit nachweislich geringerem CO₂-Fußabdruck sowie durch wiederaufbereitete Grundöle. Gleichzeitig stärkt das Unternehmen seine Nachhaltigkeitsstrategie entlang der gesamten Wertschöpfungskette – etwa mit dem „Petronas Syntium Bag-in-Box-System“, das 92 Prozent weniger Kunststoff benötigt und vollständig recycelbar ist.
Insgesamt zeigt sich der Schmierstoffmarkt als ein Segment im Übergang, geprägt von regulatorischem Druck, technologischem Wandel und veränderten Nutzungsstrukturen.


