5 Fragen an… Katharina Enzmann, Leitung Marketing, „Emmi Deutschland“

Katharina Enzmann, Leitung Marketing, „Emmi Deutschland“.
Foto: Emmi Deutschland

Der Hersteller „Emmi Deutschland“ bringt seinen „Emmi Matcha Latte“ passend zur Frühjahrssaison in die Frischetheken. „Lekkerland“-Daten zeigen, dass bereits 37 Prozent der Tankstellenkunden Matcha-Getränke mindestens wöchentlich konsumieren, besonders in der Altersgruppe 18–34 Jahre. Mit Katharina Enzmann, Marketingleiterin bei „Emmi Deutschland“ sprach die „tankstelle“ für die Mai-Ausgabe 2026.

  1. Wie sicher ist Emmi, dass der Tankstellenkanal reif genug ist für ein Chilled-Matcha-Produkt – und welche konkreten Absatzziele verfolgt man für den Convenience-Bereich?

Als besonders bewegtes Marktumfeld greift der Vertrieb über Tankstellen aktuelle Trends früh auf und erzielt eine starke Wirkung bei jüngeren Zielgruppen. Die hohe Affinität der 18–34-Jährigen zu Matcha-Getränken bestätigt, dass hier eine relevante Nachfrage vorhanden ist. Zudem beobachten wir weltweit ein stark wachsendes Interesse an Matcha, sowohl in Marktdaten als auch auf Social Media und Trendmessen.

Vor diesem Hintergrund sehen wir den Convenience-Bereich als geeigneten Kanal um das Segment weiterzuentwickeln und gemeinsam mit unseren Partnern neue Impulse im Kühlregal zu setzen. Unser Ziel ist es, den Markteintritt erfolgreich zu begleiten und das Potenzial Schritt für Schritt auszubauen.

2. Der Tankstellenmarkt steht unter Preisdruck durch günstige Coffee-Kiosk-Konzepte. Wie positioniert „Emmi“ den „Matcha Latte“ preislich im Vergleich zu anderen Chilled-Getränken, und welche Marge können Tankstellenbetreiber realistisch erwarten?

    „Emmi Matcha Latte“ reiht sich, wie auch unsere „Emmi Caffè Latte“-Produkte, im Premiumsegment der Chilled-Drinks ein. Die Kombination aus belebendem Matcha, cremiger Milch und der bewährten Emmi-Qualität betont unseren hochwertigen Charakter.

    Für Tankstellenbetreiber zahlt sich der Verkauf starker Markenprodukte aus. Die Produkte punkten nicht nur durch Qualität und Vertrauen, sondern grenzen sich klar vom Preiseinstiegssegment ab und eröffnen so attraktive Erträge.

    3. Eine aktuelle Studie belegt, dass 40 Prozent der Tankstellenkunden aktiv auf Markenbekanntheit achten. Welche Point-of-Sale-Materialien und Aktivierungsmaßnahmen stellt „Emmi“ Tankstellenbetreibern zur Verfügung, um den Abverkauf gezielt anzukurbeln?

      Zur Unterstützung des Abverkaufs stellen wir Tankstellenbetreibern aufmerksamkeitsstarke PoS-Materialien zur Verfügung, darunter beispielsweise Wobbler und weitere Regalhinweise.

      Ergänzend begleiten wir die Produkteinführung kommunikativ in relevanten Medien, um zusätzliche Sichtbarkeit zu schaffen und die Marken- und Produktbekanntheit weiter zu stärken.

      Matcha: Ergänzung zum Kaffeesortiment oder eigenständige Kategorie?

      4. Kaffee wird an Tankstellen zunehmend in Kombination mit Snacks oder anderen Produkten gekauft. Sehen Sie den „Matcha Latte“ als Ergänzung zum klassischen Kaffeesortiment oder als eigenständige Kategorie – und welche Empfehlungen gibt es für die Platzierung im Frischeregal in Bezug auf Verbundkaufpotenziale?

      Wir sehen „Emmi Matcha Latte“ sowohl als ergänzende Alternative zum klassischen Kaffeeangebot als auch als Impulsgeber für eine wachsende Lifestyle-Kategorie im Kühlregal.

      Für die Platzierung empfehlen wir eine Integration in das bestehende Chilled-Coffee-Sortiment, idealerweise in direkter Nähe zu „Emmi Caffè Latte“, um die Markenstrahlkraft optimal zu nutzen. Darüber hinaus sollten Cross-Selling-Zonen berücksichtigt werden, da Matcha-Getränke häufig gemeinsam mit Snacks, frischen Backwaren oder Frühstückskomponenten gekauft werden.

      5. Welche Nachhaltigkeitsaspekte bringen Sie in den Tankstellenkanal und planen Sie, das Trendsortiment künftig um weitere funktionale oder alternative Getränke zu erweitern?

      „Emmi Matcha Latte“ folgt den Nachhaltigkeitsstandards, die wir für unser gesamtes „Emmi“-Sortiment definiert haben, etwa in Bezug auf recycelbare Verpackungen, verantwortungsvolle Rohstoffbeschaffung sowie kontinuierliche Materialoptimierungen.

      Wir behalten Entwicklungen im Bereich innovativer Getränke genau im Blick und evaluieren fortlaufend, welche funktionalen, pflanzlichen oder trendgetriebenen Produkte unser Sortiment sinnvoll ergänzen könnten – immer dann, wenn sie echten Mehrwert für Verbraucher schaffen.

      Text: Lisa Levy

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