
Im Hamburger Hafen erproben die „eFuel Group“ und „Dacma“ seit dem 16. Oktober 2026 modulare Anlagen zur CO₂-Abscheidung aus der Umgebungsluft. Das neue „Dacma Competence Center“ im „Hamburg Blue Hub“ soll Erkenntnisse für den Betrieb der Anlagen und die Nutzung des abgeschiedenen CO₂ liefern. Als Kohlenstoffquelle kommt es unter anderem für synthetische Kraftstoffe infrage.
Betrieb und Energiebedarf im Fokus

Im Forschungs- und Entwicklungszentrum werden die Anlagen unter realen industriellen Bedingungen getestet. Untersucht werden technische Komponenten und Materialien sowie Betriebsprozesse, Energie- und Stoffströme. Gemeinsam mit Universitäten und Forschungseinrichtungen wollen die Unternehmen daraus Ansätze zur technischen Optimierung entwickeln.
Für die Kraftstoffproduktion ist insbesondere die Verbindung der CO₂-Abscheidung mit nachgelagerten Prozessen relevant. Im Projekt „Pegasus“ untersuchen „Dacma“, „eFuel Dac“ und die Technische Universität Hamburg, wie sich CO₂ aus der Luft in eine E-Methanol-Prozesskette einbinden lässt. Experimente und Simulationen betrachten dabei das Zusammenspiel von CO₂-Abscheidung, Wasserstoff aus erneuerbaren Quellen und Methanolsynthese. Ziel ist es, Energie-, Wärme- und Stoffströme aufeinander abzustimmen und die Auswirkungen auf Effizienz und Wirtschaftlichkeit zu analysieren.
Anlage für Kanada vorgesehen

Parallel arbeitet „Dacma“ mit dem kanadischen Projektentwickler „Deep Sky“ an weiteren Anwendungen der Technologie. Die Partnerschaft umfasst eine erste Anlage mit einer vorgesehenen Abscheidungskapazität von 600 Tonnen CO₂ pro Jahr. Zudem wollen die Partner eine Technologiegeneration für größere Anlagen entwickeln.


